Hamburg: Meister mit prominenten Namen

Patschinski passt ins Victoria-Puzzle

Nico Patschinski

Erfahren: Nico Patschinski spielte unter anderem für Greuther Fürth, St. Pauli und Union Berlin. imago

Der Trainer: Göttling (40) hat gerade mal zwölf Monate beim SC Victoria hinter sich. Zuvor war er fünf Jahre lang beim Barsbütteler SV und vier beim Meiendorfer SV tätig. Er gilt als ruhiger, moderner Trainer (A-Lizenz), der viel Wert auf eine defensive Grundordnung legt, aber meist auch mit zwei Spitzen spielen lässt. Unterstützt wird er bei Victoria vom Schweizer Ex-Profi Roger Stilz.

Die Mannschaft: Das Team wurde schon unter Trainer Bert Ehm, der neuneinhalb Jahre im Amt war, kontinuierlich aufgebaut, holte viermal in den vergangenen fünf Jahren die Hamburger Meisterschaft. In der Rückrunde entwickelte sich Ex-Profi Patschinski zum fehlenden Puzzleteil, avancierte mit zwölf Toren in 14 Spielen zum Top-Einkauf. Für die Defensive wichtig sind neben dem spielenden Co-Trainer Roger Stilz Kapitän Jasmin Bajramovic, Bruder des ehemaligen Profis Zlatan, sowie Routinier Jonah Asante. Noch ein prominenter Name steht im Kader: Helmer - Kim Helmer, Sohn des Ex-Nationalspielers Thomas. Der talentierteste Akteur im Kader ist aber Benny Hoose auf der Zehner-Position.

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Ehm Bert

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Bajramovic Jasmin

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Stilz Roger

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Vereinsdaten Victoria Hamburg

Gründungsdatum05.05.1895

Anschrift Lokstedter Steindamm 87
22529 Hamburg

Internetwww.sc-victoria.de/index.php?id=207

Vereinsinfo

Der Verein: So seltsam es klingt, Victoria war der größte Profiteur vom Auf- und Abstieg von Altona 93 in der Saison 2008/09. Der AFC stand ohne regionalligataugliches Stadion da, also bot Victoria seine Hilfe an. Die Stadt und Altona sorgten für den schnellen Umbau der Hoheluft, Victoria wurde mit einem geringen Anteil Nutznießer und hat nun sogar Miet-Einnahmen, da auch der FC St. Pauli II nun seine Heimspiele im vom DFB verordneten "Käfig" austrägt. Hinzu kamen die Pokalerfolge - allen voran das Erreichen der zweiten DFB-Pokalrunde 2011. Aktuell hat Victoria mal wieder den Hamburger Pokal gewonnen und somit 120.000 Euro sicher, sodass der vergleichsweise kleine Etat - auch dank der Hilfe des rührigen Förderkreises und eines Privatsponsors - gedeckt sein dürfte.

Harald Borchardt