Bremen: Borowski in den Kader berufen

Grünes Licht für Pizarro

Claudio Pizarro

Wird am Samstag gegen Schalke spielen können: Claudio Pizarro. imago

Die Zukunft des Angreifers ist noch nicht geklärt. Ein Angebot zur Vertragsverlängerung nahm er bisher nicht an. Spekulationen ranken sich um eine mögliche Rückkehr zum FC Bayern, für den Pizarro zwischen 2001 und 2007 spielte und in 174 Bundesligaspielen 71 Tore erzielte. Apropos Tore: Pizarro wartet seit genau 600 Minuten auf einen Treffer. Selten hatte er derartige Negativserien zu verzeichnen, zuletzt von Dezember 2006 bis April 2007 bei den Bayern. Damals musste er 690 Minuten auf einen Torerfolg warten - persönlicher Negativrekord. Auch ein Grund für den Peruaner, am Samstag noch einmal Gas zu geben, denn in seinem womöglich letzten Spiel in Grün-Weiß wird er diesen gewiss nicht einstellen wollen.

Neben Pizarro darf sich auch Tim Borowski, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wurde, Hoffnungen auf ein Abschiedsspiel machen. Thomas Schaaf berief den 31-Jährigen, der lange Zeit mit Sprunggelenksproblemen nur zuschauen musste, etwas überraschend in den Kader. Damit erfüllt Schaaf Borowski einen großen Wunsch. "Natürlich hoffe ich, noch einmal zum Kader zu gehören", hatte der Ex-Nationalspieler schon vergangene Woche erklärt, "dann bekäme ich die Blumen zum Abschied wenigstens auf dem Platz überreicht."

Ob es für einen Einsatz von Anfang an reicht, bleibt zu bezweifeln. Es steht zu viel auf dem Spiel für die Bremer, die nach einer Serie von acht sieglosen Partien ihre minimale Chance auf Platz sieben und die damit verbundene Teilnahme an der Europa League ergreifen wollen.