Stuttgart: Bokas Zukunft offen

Entscheidung gefallen: Boulahrouz geht

Khalid Boulahrouz

Fiel den finanziellen Vorgaben des VfB zum Opfer: Khalid Boulahrouz. picture alliance

Mit Boulahrouz verliert der VfB einen erfahrenen Nationalspieler, der sich zuletzt mit seiner Rolle als Rechtsverteidiger angefreundet und sich - bis zu seinem Zehenbruch - zu einer wichtigen Stütze der Stuttgarter Mannschaft entwickelt hatte.

"Das fällt uns nicht einfach", ist Bobic entsprechend traurig über Boulahrouz' Abschied. "Er ist ein fantastischer Spieler mit einem guten Charakter. Wir können uns Boula leider nicht mehr leisten." Von über 50 auf 40 Millionen Euro soll der Stuttgarter Lizenzspieleretat gekürzt werden - und Boulahrouz gehörte zu den Großverdienern.

"Wir haben gewisse Vorgaben", weiß auch Labbadia, der Boulahrouz (64 Bundesliga-Spiele, zwei Tore, sieben Assists im VfB-Dress) liebend gerne gehalten hätte: "Boula ist nicht umsonst Vize-Weltmeister geworden. Wir könnten einen von seiner Sorte gebrauchen." Wohin Boulahrouz wechselt, steht noch nicht fest. In Stuttgart hatte sich auf seiner Position zuletzt Youngster Gotoku Sakai (21) festgespielt.

Labbadia hofft auf Bokas Verbleib

Mit Boka könnte ein weiterer Abwehrspieler den Klub ablösefrei verlassen, beim Ivorer wurde eine Entscheidung aber "noch nicht getroffen", wie Bobic am Donnerstag erklärte. Boka ist momentan nur Linksverteidiger Nummer zwei hinter Cristian Molinaro (28), der allerdings bereits an Abschied gedacht hatte, als er sich in der Rückrunde für mehrere Wochen nur auf der Bank wiederfand.

"Ich hätte ihn gerne weiterhin im Kader", sagt Labbadia über Boka. "Er hat Charakter und man kann sich immer auf ihn verlassen. Er hat auch die internationale Härte." Doch auch Boka könnte dem schwäbischen Sparkurs zum Opfer fallen. "Wir müssen in unserem Rahmen agieren", so Bobic. "Das ist nicht einfach." Bereits verkauft wurde Timo Gebhart (23). Der Mittelfeldspieler schließt sich für rund eine Million Euro dem 1. FC Nürnberg an.