Nach dem 1:0 gegen den KSC hofft Aachen wieder

Feisthammel und das Finale in München

Tobias Feisthammel

Hofft auf Schützenhilfe - und das Finale von München: Tobias Feisthammel. imago

"Das war mein wichtigstes Tor für die Alemannen", zeigte sich der Sechser nach dem Spiel erleichtert. Überschwang gab es aber nicht. Denn die Aachener müssen auf einen weiteren Ausrutscher der Konkurrenz aus Baden hoffen - und selbst am letzten Spieltag der Saison bei 1860 München in der Allianz-Arena gewinnen.

Immerhin: Die rote Laterne haben Coach Ralf Aussem und Co. an Hansa Rostock abgegeben. Der Rettungsanker Relegation, der 16. Platz, soll es nun sein. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den KSC. Der bange Blick geht am kommenden Sonntag also auch nach Karlsruhe, das gegen die Frankfurter Eintracht ran muss.

Mut macht der Alemannia das Auftreten im direkten Vergleich. Defensiv mit einer stabilen Leistung rangen die Rheinländer den direkten Konkurrenten nieder. Den Abstieg vor heimischer Kulisse haben sie so vermieden. "Wir haben heute als Team gewonnen, ganz wenig zugelassen. Das war der Schlüssel", meinte auch Kapitän Benjamin Auer, der erstmals seit dem 28. Spieltag (0:1 gegen Dresden) in der Startelf stand und überzeugte.

"Wir haben das Halbfinale gegen Karlsruhe gewonnen. Nun müssen wir das Finale in München gewinnen", meinte auch Verteidiger Tobias Feisthammel. Der Haken: Die Alemannia verbreitet in den gegnerischen Stadien nicht gerade Angst und Schrecken. Mit nur zehn Punkten und kümmerlichen 13 Toren ist sie das zweitschlechteste Auswärtsteam - nur der KSC ist in der Fremde noch harmloser. Der einzige Auswärtssieg gelang am 16. Spieltag - ein 2:0 beim KSC. Trainer Ralf Aussem schürt diese Hoffnung mit einer schon oft gehörten Floskel: "Wenn wir so wie heute spielen, ist mir davor nicht bange."