Bremen: Offensivhoffnung Hunt

Prödl bleibt, Borowski erhält keinen Vertrag

Stevanovic, Hunt und Junuzovic (v. li.)

Blickrichtung Europa: Noch liegen Werder und Aleksandar Stevanovic, Aaron Hunt und Zlatko Junuzovic im Rennen. imago

Positiv-Nachrichten sind rar geworden in Bremen. Zumindest in dieser Hinsicht passen Tim Borowski (31) und Werder noch zusammen. Die Wege werden sich im Sommer zwar trennen, dennoch gestaltete sich der Wochenanfang durchweg erfreulich. Am Dienstag wurde der Ex-Nationalspieler zum zweiten Mal Vater, Söhnchen Lennox kam auf die Welt. Am gestrigen Mittwoch nahm der Mittelfeldmann erstmals seit dem Sommer und nicht enden wollenden Sprunggelenk-Problemen am Mannschaftstraining teil.

Dennoch: Im Sommer kommt es zur Trennung. "Es ist eine sportliche Entscheidung", sagte Klaus Allofs. Und zeigt dem Routinier zugleich einen Weg auf: "Es gibt die Möglichkeit, dass er bei Werder in einem anderen Bereich tätig sein könnte", so Allofs, der schon vor Monaten mit Borowski über die möglichen Szenarien gesprochen habe.

Personelle Alternativen mit Fritz, Sokratis und Boenisch

Eine ernsthafte Alternative ist Borowski nach langer Leidenszeit noch nicht wieder, eine Art Symbolfigur in diesen Tagen dennoch. Denn das Lazarett lichtet sich an der Weser, Thomas Schaaf (50) bieten sich nach Wochen der Improvisation, auch durch die Rückkehr der zuletzt gesperrten Clemens Fritz (31), Sokratis (23) und Sebastian Boenisch (25), zumindest ansatzweise wieder Gestaltungsmöglichkeiten. Auch mit Borowski? "Natürlich hoffe ich, noch einmal zum Kader zu gehören", sagt der, "dann bekäme ich die Blumen zum Abschied wenigstens auf dem Platz überreicht." Borowski ist vorsichtig mit Prognosen nach seiner Leidensgeschichte, will die Reaktion auf das Mannschaftstraining abwarten, stellt aber auch klar: Das Ende bei Werder soll nicht gleichbedeutend mit dem Ende der Karriere sein. "Ich will eigentlich noch weiterspielen."

Prödl vor Vertragsverlängerung - Hoffnungsträger Hunt

Im Gegensatz zu Borowski wird es für Sebastian Prödl (24) in Bremen weitergehen. Noch vor dem Gastspiel in Wolfsburg soll die Vertragsverlängerung mit dem Österreicher verkündet und dann möglichst der letzte Strohhalm ergriffen werden. "Es ist noch nicht vorbei", sagt Marko Arnautovic (23), auch erst frisch nach einer Knieverletzung wieder dabei. "Wir müssen beide Spiele gewinnen. Der Glaube an die Europa League ist noch da."

Hoffnungsträger ist einer, der ebenfalls (zu) lange im Krankenstand verharren musste: Aaron Hunt (25) hatte sich gegen die Bayern nach Leistenproblemen phasenweise eindrucksvoll zurückgekämpft, verlieh dem Bremer Offensivspiel die so lange vermisste Kreativität. "Es ist ganz gut gelaufen", konstatiert die Offensivkraft und hofft für Wolfsburg: "Ich will zulegen."