Münster: Stolze Heimserie reißt

Dotchev denkt an die 2. Liga

Pavel Dotchev

Ambitioniert: Münsters Trainer Pavel Dotchev würde Sandhausen gerne in die 2. Liga folgen. imago

"Nach der Pause haben wir die Müdigkeit abgeschüttelt und hätten mehr verdient gehabt", analysierte Dotchev die zweite Heimniederlage dieser Saison. Am Mittwoch hatte der SC Preußen beim 2:0-Erfolg nach Verlängerung im Westfalenpokal in Lippstadt eine Menge Kräfte gelassen. Für seinen Ex-Klub und Zweitliga-Aufsteiger Sandhausen gab es von Münsters Trainer trotz der Niederlage nur Lob: "Das ist sensationell, was der SVS in dieser Saison abgeliefert hat. Ich hoffe, wir sehen uns bald wieder in der 2. Liga."

Vor einem möglichen Aufstieg müssen die auf Rang zwölf rangierenden Preußen allerdings den Kader für die nächste Drittligasaison zusammenstellen. Allein 16 Verträge laufen aus, darunter die von Leistungsträgern wie Kapitän Stefan Kühne (29 Spiele, fünf Treffer, kicker-Notenschnitt 3,05) und Björn Kluft (29 Partien, fünf Tore, kicker-Notenschnitt 3,06). Auf Sportvorstand Carsten Gockel kommt also viel Arbeit zu.

Trainersteckbrief Dotchev

Dotchev Pavel

Spielersteckbrief St. Kühne

Kühne Stefan

Spielersteckbrief Kluft

Kluft Björn

Auch in der Stadionfrage gibt es Bewegung: Die CDU-Ratsfraktion der Stadt stimmte am Montagabend einer schrittweisen Sanierung des Preußenstadions zu. Dazu gehört auch der Einbau einer Rasenheizung. "Es ist widersinnig, in diesem Jahr den Rasen auszutauschen, ohne zugleich eine Heizung einzubauen", erklärte CDU-Politiker Dr. Veit Baecker gegenüber der "Münsterschen Zeitung". Die SPD-Fraktion teilt diese Ansicht nicht: Sie will, dass die Preußen nicht nur die Betriebskosten der Rasenheizung, sondern auch die etwa 195.000 Euro für deren Einbau bezahlen. In den nächsten Tagen soll es deshalb Gespräche mit dem Vereinsvorstand geben.