Regionalliga

RB Leipzig: Aufstieg futsch?

Kiel/Leipzig: Holstein jubelt über "Hammer-Spiel"

RB Leipzig: Aufstieg futsch?

Des einen Freud, des anderen Leid: Kiel jubelt, Leipzig trauert.

Des einen Freud, des anderen Leid: Kiel jubelt, Leipzig trauert. imago

Dabei fing die Saison nach Maß für Leipzig an. Im DFB-Pokal konnte Bundesligist Wolfsburg aus dem Wettbewerb geworfen werden, ein Warnzeichen an die Liga. Zunächst hielt Leipzig, was es versprach. Als Tabellenführer ging RasenBallsport in die Winterpause. "Wenn RB nicht aufsteigt, dreht sich die Welt weiter. Ich mache mir nie Gedanken, was passiert, wenn dies oder das eintritt. Wir arbeiten täglich an unserem Ziel. Mehr können wir nicht tun", hatte Pacult im Interview mit dem kicker Mitte Januar von sich gegeben.

Leipzig hatte alle Karten in der Hand, Kiel und Halle mussten sich hinten anstellen - ganz nach dem Selbstverständnis von Pacult und RB. Doch die Situation hat sich verändert. Zum Stolperstein wurde der Hamburger SV II, der Leipzig in zwei Vergleichen keinen Zähler gönnte. Dazu kam Halle, das Leipzig bezwang und nun die Tabelle anführt. Und nun auch Kiel, das durch das Tor von Sykora am Samstag die Pacult-Elf auf Rang drei verdrängt hat und selbst noch Hoffnungen auf die 3. Liga hegt.

Regionalliga Nord (2008-2012) - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Halle Hallescher FC
72
2
Kiel Holstein Kiel
66
3
Leipzig RB Leipzig
65

Das Stadion war voll in Kiel, die "Störche" kämpften entschlossen um ihre letzte Chance und nutzten sie. "Nach starkem Beginn haben wir ab Mitte der ersten Halbzeit das Heft aus der Hand gegeben und hatten beim Kopfball von Frahn Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Da kam die Pause zum rechten Zeitpunkt. Nach der Halbzeit haben wir nichts zugelassen und verdient gewonnen", meinte Holstein-Torwart Strähle auf der Internetseite des Vereins nach dem Dreier im Spitzenspiel. "Hammer-Spiel, Hammer-Atmosphäre und ein verdienter Sieg!", jubilierte Abwehrmann Steil.

"Ein starkes Regionalligaspiel" hatte Leipzig-Trainer Peter Pacult gesehen, auch den "Willen zum Ausgleich nach dem Rückstand. Aber: Wir haben heute nichts mitgenommen." So reiht sich Leipzig hinter Halle und Kiel auf Platz drei ein und ist auf dem Weg, erneut sein großes Ziel zu verpassen.