3. Liga

Sandhausen lässt die Korken knallen

Bielefeld und Darmstadt gerettet - Jahn verdrängt Chemnitz

Sandhausen lässt die Korken knallen

Da geht's lang: Tim Danneberg führt Sandhausen in die 2. Bundesliga.

Da geht's lang: Tim Danneberg führt Sandhausen in die 2. Bundesliga. Getty Images

Der SV Sandhausen hat am Samstag Vereinsgeschichte geschrieben: Die Mannschaft von Trainer Gerd Dais gewann dank zweier Treffer von Danneberg mit 2:1 bei Preußen Münster und ist nicht mehr von den ersten beiden Plätzen zu verdrängen. Der SVS steigt damit erstmals in seiner 95-jährigen Geschichte in die 2. Bundesliga auf. Dais zeigte sich schon vor dem Gang nach Münster "sehr optimistisch, dass wir die letzten Zweifel beseitigen können". Preußen, zuletzt mit Ex-SVS-Coach Pavel Dotchev auf der Bank und zuletzt vier Heimsiegen, konnte Sandhausen nicht vom Aufstieg abbringen.

Aalen ist auf dem besten Weg in die 2. Liga. Der VfR konnte sich auf Kister und Dausch verlassen, die die Tore zum 2:0 gegen das schon abgestiegene Schlusslicht Bremen II erzielten. Der Vorsprung der Hasenhüttl-Elf auf Rang drei beträgt satte sechs Punkte.

3. Liga - 36. Spieltag
3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SV Sandhausen
66
2
VfR Aalen
63
3
Jahn Regensburg
57
3. Liga - Torjäger 2011/12
Reichwein Marcel
16
Lechleiter Robert
14
Glasner Sebastian
13

Rang drei hat sich Regensburg geschnappt. Der Jahn gewann das Topspiel gegen Chemnitz dank eines Treffers von Müller mit 1:0 und löst den CFC auf dem Relegationsplatz ab. "Wir haben es jetzt wieder in der eigenen Hand", hatte sich Regensburgs Trainer Markus Weinzierl schon vor der Partie gefreut, nach dem Sieg stimmt die Aussage umso mehr.

Chemnitz stürzt indes auf Platz fünf ab, weil Offenbach mit dem dritten Sieg in Folge punktgleich vorbeigezogen ist. "Wenn die da oben zu blöd sind und wir machen unsere Hausaufgaben, dann ist noch alles möglich", hatte Mehic frech formuliert. Mit dem Siegtreffer in letzter Minute im Verfolgerduell in Burghausen, das zwischenzeitlich ein 0:2 wettgemacht hatte, hat der OFC-Kapitän seinen Worten Taten folgen lassen. Heidenheim verpasste es, mit der Nullnummer in Saarbrücken auf Rang vier vorzurücken.

Der Abstiegskampf: Bielefeld und Darmstadt jubeln

Die Gewinner im Tabellenkeller heißen Bielefeld, Darmstadt und Wehen Wiesbaden, die ihre Heimaufgaben mit einem Dreier abschlossen. Die Arminia und die "Lilien" werden auch nächste Saison in der 3. Liga vertreten sein, der SVWW ist bei fünf Zählern Vorsprung bei noch sechs zu vergebenden Zählern auch so gut wie durch.

Bielefeld ließ sich gegen Jena auch nicht vom 0:1 aus dem Takt bringen und drehte durch Agyemang und Schütz das Spiel. Bitter für Jena, das als Vorletzter weiter fünf Punkte Rückstand zum rettenden Ufer vorweist und den Absturz kaum noch verhindern kann.

Auch Oberhausen steht weiter unter dem Strich, nachdem die Basler-Elf beim direkten Konkurrenten Wehen Wiesbaden leer ausging. Der 10. Saisontreffer von Janjic bescherte dem SVWW das vierte ungeschlagene Spiel in Serie und RWO die 14. Pleite in dieser Spielzeit. Zwei Zähler trennen Oberhausen von Babelsberg, das auf Rang 17 steht.

Für die Filmstädter, unter der Woche dank Doppeltorschütze Stroh-Engel noch überraschender 2:0-Sieger gegen Aalen, war in Darmstadt nichts zu holen. "Wir müssen den Kopf ausschalten und Gras fressen", hatte Darmstadts Zimmermann vor dem Spiel gegen den SV03 nach sechs sieglosen Spielen als Marchroute ausgegeben. Das Team hielt sich an die Worte des Kapitäns, durch ein 3:1 gegen dezimierte Babelsberger befreite sich die "Lilien" von Abstiegsängsten.

Die hat noch Unterhaching, das trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs ohne Punkte aus Erfurt heimkehrte. Pfingsten-Reddig besiegelte die Niederlage der SpVgg, die nur drei Zähler vor Oberhausen liegt.

Benyamina sorgt für Ruhe beim VfB

Soufian Benyamina erzielt das 0:1

Entscheidung in Osnabrück: Soufian Benyamina (Nr. 9) erzielt das entscheidende 0:1. imago

Der VfB Stuttgart II wird auch in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga am Ball sein. Durch einen 1:0-Erfolg an der Bremer Brücke stellten die Schwaben am Freitagabend zwei Spieltage vor Rundenende den Klassenerhalt endgültig sicher. Der gastgebende VfL Osnabrück hatte durch einen Handelfmeter zwar die große Chance, in Führung zu gehen. Wie schon Torhüter Riemann zuletzt gegen Babelsberg vergab aber auch Fischer vom Punkt. Benyamina bestrafte das, als er nach gut einer halben Stunde das Goldene Tor erzielte.