Stuttgart: Didavi soll im Sommer zurück, doch kommt er auch?

Labbadia zögert bei Tasci noch

Serdar Tasci und Bruno Labbadia

Spielen oder ausheilen? VfB-Kapitän Serdar Tasci könnte am Sonntag erneut ausfallen. imago

Vor dem Südduell am Sonntag hat Labbadia noch ein kleines Personalpuzzle zu lösen, denn mehrere Stammkräfte fallen aus. Vedad Ibisevic, beim 2:1 in Hoffenheim zuletzt Doppeltorschütze, muss gelbgesperrt zuschauen, Khalid Boulahrouz, der in Sinsheim zweimal als Vorbereiter glänzte, fehlt wegen eines Zehenbruchs . Zudem droht Tasci erneut auszufallen. "Serdar hat bis heute nicht mit der Mannschaft trainieren können, am Vormittag aber eine intensive individuelle Einheit absolviert. Jetzt müssen wir abwarten, wie sein Körper darauf reagiert", berichtete Labbadia bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag.

Man sei bei Tasci, der zuletzt an Problemen am Hüftbeuger laborierte, in einem Zwiespalt, "da wir ihn einerseits natürlich gerne dabei hätten, ihm auf der anderen Seite aber auch gerne die Zeit lassen würden, komplett auszukurieren". In Hoffenheim war der VfB-Kapitän im Abwehrzentrum vom Mexikaner Maza vertreten worden, der den Elfmeter zum Gegentor verschuldete.

Den Ausfall von Boulahrouz bedauert Labbadia sehr: "Boula war absolut gesetzt und hat in Sinsheim eine klasse Partie abgeliefert. Wir müssen schauen, wie wir das kompensieren können." Der VfB-Coach brachte als möglichen Vertreter Gotoko Saka ins Spiel. Der Japaner kam zuletzt auf der linken Abwehrseite zum Einsatz. Dort würde sich dann Arthur Boka oder Cristian Molinaro, in den vergangenen Wochen beide nur noch Ergänzungsspieler, eine Bewährungschance bieten. "Der Kampf zwischen den Beiden ist sehr eng", ließ Labbadia durchblicken. Boka musste die Mittwochseinheit wegen Schmerzen oberhalb des Knies abbrechen, soll am Freitag aber wieder einsteigen können.

Da Cacau den verletzten Shinji Okazaki aller Voraussicht nach im Mittelfeld vertritt, dürfte Julian Schieber im Sturm den gesperrten Ibisevic ersetzen. Der 23-Jährige arbeitete sich in den vergangenen Wochen über Extraschichten wieder an die erste Elf heran und will gegen seinen Ex-Klub unbedingt treffen .

Didavi soll zurück - Nürnberg würde ihn gerne behalten

Wie einst Schieber ist Daniel Didavi derzeit vom VfB an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen. Und wie der Angreifer soll auch der 21-Jährige wieder zurück nach Stuttgart kommen. Labbadia: "Ich hoffe, dass Dida bis auf Sonntag auch in den nächsten Wochen gute Leistungen zeigt und freue mich dann darauf, dass er im Sommer wieder hier ist." Didavi ist noch bis 2013 an den VfB gebunden, für den er seit der F-Jugend spielt.

Der Club ist allerdings an einer Ausweitung der Zusammenarbeit interessiert. Und Didavi scheint nicht abgeneigt zu sein: "Ich fühle mich wohl hier und kann mir das grundsätzlich vorstellen", sagte der Mittelfeldspieler, der in dieser Saison bislang 15 Ligaspiele für Nürnberg absolvierte (drei Tore, kicker-Notendurchschnitt 3,95). Gespräche zwischen beiden Klubs sollen im Mai eine Entscheidung bringen.