Kaiserslautern: Kurz-Nachfolger vorgestellt

Balakov: "Ich bin da für einen Neuaufbau"

Krassimir Balakov im Fritz-Walter-Stadion

"Ich glaube, dass wir uns rausreißen und den Abstieg vermeiden können": FCK-Coach Krassimir Balakov. Getty Images

Anders als im Vorfeld kolportiert, muss der FCK keine Ablösesumme an Hajduk Split bezahlen, wie der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz auf der Pressekonferenz am Donnerstag betonte - das sei von Beginn an die Voraussetzung für ein Gespräch gewesen. Auch Balakov habe Verständnis für die finanzielle Lage der klammen Lauterer gezeigt.

Kroatische Medien berichteten allerdings, dass Balakov eine vertraglich festgeschriebene Ablösesumme von 350.000 Euro hatte. Weil sein bisheriger Verein, Hajduk Split, ihm aber noch drei Monatsgehälter schuldig war, müssten die Pfälzer lediglich 284.000 Euro an die Adriaküste überweisen.

Balakov, Nachfolger des entlassenen Marco Kurz, sei "extremst gut informiert über die Bundesliga und unsere Situation", sagte Kuntz anerkennend. "Bala ist ein hervorragender Trainer", hatte bereits Balakovs einstiger Weggefährte Fredi Bobic erklärt. "Er ist fachlich top, sehr konsequent, geht seinen Weg. Er kennt die Bundesliga, weil er den Kontakt nie verloren hat."

Die Abstiegskampf-Floskeln jedenfalls hat Balakov, nach der Spielerkarriere bereits unter Felix Magath und Matthias Sammer als Bundesliga-Co-Trainer in Stuttgart aktiv, nicht vergessen. "Wir dürfen den Kopf nicht verlieren", forderte er, er müsse auch psychologische Aufbauarbeit leisten. Aber: "In so einer Situation muss man auch Spaß haben, sonst geht es nicht."

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Gleichzeitig räumte er ein, dass seine Spielphilosophie grundsätzlich "offensiv ausgerichtet" sei, man darüber aber erst in der neuen Saison nachdenken könne. "Leider fehlt jetzt die Zeit." Der Fokus soll voll und ganz auf dem Klassenverbleib liegen, der bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz eine riesige Herausforderung wird. "Ich habe das Angebot des FCK angenommen", gibt sich Balakov kämpferisch, "weil ich glaube, dass wir uns rausreißen und den Abstieg vermeiden können."

Und wenn es nicht klappt? "Ich bin da für einen Neuaufbau", sagte Balakov. Kuntz bestätigte: "Auch im Falle des Abstiegs würde er mit uns das Ziel direkter Wiederaufstieg angehen." Balakovs Mission sei zweigeteilt: "Einmal die restlichen acht Spiele und dann die nächste Saison", für die es eben zwei Möglichkeiten gebe.

Die Roten Teufel sind jedem in Europa ein Begriff.

Krassimir Balakov

"Die Arbeit soll langfristig und nachhaltig angelegt sein, damit der FCK auf einem gesunden Fundament wieder ein fester Bestandteil der Bundesliga wird", formulierte es Balakov, der als Co-Trainer Landsmann Ilia Gruev mitbringen wird. "Ich kann es kaum erwarten, mit der Arbeit loszulegen." Viel Zeit, sich in der Pfalz zu akklimatisieren, bleibt sowieso nicht: Schon am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker online) geht es zum Kellerduell nach Freiburg.