Schweiz: Servette droht die Insolvenz

Große Geldnot in Genf

Stade de Geneve

Fraglich: Öffnet das Stade de Geneve am Freitag seine Pforten? imago

Bei einem Krisengipfel zwischen Genfs Geschäftsführer Ceric Tonoli und Gläubiger-Anwalt Ceric Berger am Dienstag wurde dem Klub ein Angebot unterbreitet. Dieses lautet, dass sofern Servette die Hälfte der Forderungen bis kommenden Freitag begleicht, man davon absehen würde, vor Gericht einen Konkursantrag durchzusetzen. Außerdem würden die Genfer nach Informationen des Westschweizer Fernsehens in diesem Falle zehn Prozent der Gesamtsumme in Form von Sponsoringverträgen zurückerhalten.

"Ist das Geld bis Freitag nicht überwiesen, dann werden wir das Match gegen den Grasshopper Club Zürich nicht organisieren", erklärte Berger. Zu den Gläubigern gehören die Reinigungsfirma Cleantonic, der Rettungs- sowie Sicherheitsdienst sowie die Elektrizitätswerke. Stellen sie ihre Dienstleistungen nicht zur Verfügung, kann wohl kein Ligaspiel über die Bühne gehen.

Damit steht Servettes Präsident und Besitzer Majid Pishyar unter Zugzwang. Der iranische Geschäftsmann hatte bereits Anfang des Monats die Insolvenz vorläufig abwenden können, als er einer Reinigungsfirma 30.000 Euro zukommen ließ. Pishyar selbst gab am Mittwoch über die Webseite des Vereins bekannt, dass er sich um das Problem kümmern will. "Ich werde alles tun, um mich mit unseren Gläubigern zu einigen und die Insolvenz zu vermeiden", so der 62-Jährige.