SFL greift hart durch - Lizenzentzug!

Xamax meldet Insolvenz an!

Bulat Chagaev

Keine Lizenz: Klubboss Bulat Chagaev hat den Niedergang von Xamax mitzuverantworten. Getty Images

Xamax war am Donnerstag vor dem Handelsgericht des Kantons Bern und dem Regionalgericht Bern-Mittelland mit seinem Einspruch gegen die Entscheidung der Schweizer Fußball Liga (SFL) gescheitert, dem Verein das Spielrecht für die am 4. Februar startende zweite Runde der Meisterschaft zu entziehen.

Durch den Lizenzentzug wird die Rückrunde der Super League nun nur noch von neun Mannschaften bestritten. Die SFL-Disziplinarkommission hatte ihre Entscheidung mit zum wiederholten Mal fehlenden Bestätigungen für die Zahlung von Löhnen und Sozialversicherungsabgaben begründet.

Nachdem diese Bestätigungen auch für den Monat November 2011 nicht vorgelegt worden waren, hatte die SFL-Lizenzabteilung bei der Disziplinarkommission erneut eine Anzeige gegen den Klub eingereicht. Xamax erreichte die Hiobsnachricht in Dubai, wo die Mannschaft derzeit ein Trainingslager aufgeschlagen hat. Wegen derselben Vergehen, die nun zum Ausschluss aus dem Spielbetrieb führten, waren dem Klub bereits im Dezember und Anfang Januar von der Disziplinarkommission insgesamt acht Punkte aberkannt worden.

Die Liga wird ihren Spielbetrieb am 4. Februar wieder aufnehmen. Neuchatels erster Gegner Lausanne wird dann spielfrei haben.

Zuvor war bereits der FC Sion mit einer drakonischen Strafe (36 Punkte Abzug) belegt worden. Dort dürfte nun aber Jubel herrschen: Der direkte Abstieg wird dadurch vermieden, weil es in der Super League nur einen direkten Absteiger gibt. Sowohl für Erstliga-Aufsteiger FC Lausanne-Sport als auch für Sion gibt es nun die Chance, als Tabellenvorletzter über die Relegation die Super League zu erhalten.