Paris: Vier Millionen Euro Abfindung

Kombouaré macht den Weg für Ancelotti frei

Carlo Ancelotti und Antoine Kombouaré

Wechselspielchen: Carlo Ancelotti ersetzt Antoine Kombouaré. Getty Images

Was die Pariser Spatzen schon längst von den Dächern pfiffen, machte der Verein am Freitag offiziell. Paris St. Germain hat in der laufenden Saison unter Kombouaré in der Liga zwar die erste Herbstmeisterschaft seit 1996 geschafft. In der Europa League und auch im nationalen Ligapokal war der zweimalige französische Meister (1986, 1994) aber bereits früh ausgeschieden. Zu wenig für die neuen, hohen Ansprüche der neuen Klubführung, die viele Millionen in den Verein pumpt. Der Vertrag mit Kombouaré wäre noch bis Juni 2013 gelaufen. Nach Angaben der "L'Equipe" lässt er sich den vorzeitigen Abschied mit vier Millionen Euro versüßen.

PSG ist ein fantastischer Klub. Ich will dabei helfen, ihn zu einem großen Verein in Europa zu machen.

Carlo Ancelotti

Ancelotti, der mit dem AC Mailand zweimal die Champions League gewann, soll nach Berichten französischer Medien in Paris einen Vertrag bis Sommer 2014 unterzeichnen und dafür ein in der Ligue 1 nie dagewesenes Gehalt von sechs bis sieben Millionen Euro pro Jahr beziehen. "Man muss ihn nicht vorstellen, wir sind sehr glücklich, dass er zu uns kommt", sagte der frühere brasilianische Nationalspieler und jetzige Sportdirektor Leonardo auf der Pressekonferenz.

"PSG ist ein fantastischer Klub. Ich will dabei helfen, ihn zu einem großen Verein in Europa zu machen", sagte der 52-jährige Italiener bei seiner Präsentation im Prinzenpark-Stadion in Paris.

Dagegen scheint die Verpflichtung von David Beckham keineswegs in trockenen Tüchern zu sein. Per Pressemitteilung verkündete seine Agentur am Freitag, dass es keine Vereinbarung mit PSG gebe und man zudem mit einer ganzen Reihe von Vereinen verhandle. Auf der Pressekonferenz sagte Leonardo, dass es für Beckham aus familiären Gründen nicht einfach wäre, eine Entscheidung zu treffen.