Int. Fußball

John Terry muss vor Gericht

Chelsea: Vorwurf der rassistischen Beleidigung gegen Ferdinand

John Terry muss vor Gericht

Anton Ferdinand (li.) und John Terry

Muss sich vor Gericht antworten: John Terry (3. v. li.), der Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben soll. Getty Images

Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück. "Ich würde nie so etwas sagen, und ich bin traurig, dass die Leute so denken", sagte Terry, der sich als Opfer einer Hetzkampagne sieht.

Für ihn sei der Fall abgeschlossen, nachdem er im Anschluss an das Londoner Derby mit Ferdinand im Kabinentrakt gesprochen habe. Dies sieht die Staatsanwaltschaft offenbar anders. Chefankläger Alison Saunder sagte, dass er nach sorgfältiger Abwägung aller Beweise realistische Chancen auf eine Verurteilung sehe.

Spielersteckbrief Terry
Terry

Terry John

Spielersteckbrief Ferdinand
Ferdinand

Ferdinand Anton

Der Fall hatte in den vergangenen Wochen bereits für viel Aufsehen gesorgt. QPR-Abwehrspieler Ferdinand erhielt nach seinen Anschuldigungen sogar Morddrohungen. Auch der englische Fußballverband FA ermittelt in der Angelegenheit.

Terrys Arbeitgeber reagierte sehr irrtiert auf die Anklage seines Spielers und sicherte ihm seine Unterstützung zu. "Der FC Chelsea stand in dieser Angelegenheit immer hinter John Terry und wird dies auch weiterhin tun", ließen die Blues auf seiner Webseite verlautbaren. Terry habe gegenüber dem FC Chelsea erneut seine Unschuld beteuert und "sich entschlossen gezeigt, alles Nötige zu tun, um diese auch zu beweisen".

Am Dienstag hatte die FA bereits hart durchgegriffen und Stürmer Luis Suarez vom FC Liverpool wegen rassistischer Beleidigungen für acht Spiele gesperrt .