Nach dem Derby zwischen Nürnberg und Fürth

Polizei: Ruhige Nacht in Franken - DFB ermittelt

Nur ein kurzer Ansturm: Club-Fans stürmten nach der Derbyniederlage den Innenraum des Stadions.

Nur ein kurzer Ansturm: Club-Fans stürmten nach der Derbyniederlage den Innenraum des Stadions. imago

Dies bestätigte der stellvertretende DFB-Mediendirektor Jens Grittner dem Sport-Informations-Dienst (SID) auf Anfrage.

Polizeisprecherin Elke Schönwald sprach gegenüber "nordbayern.de" von einer "arbeitsintensiven, aber ruhigen Nacht". Die Abreise der Gästeanhänger in einem Sonderzug der U-Bahnlinie U1 zum Fürther Hauptbahnhof sei reibungslos verlaufen. Bei der Anreise hatten jedoch Fürther Fans einige Böller gezündet, eine unbeteiligte Frau sowie zwei Polizeibeamte erlitten ein Knalltrauma. Ein Tatverdächtiger wurde vorübergehend festgenommen.

1. FC Nürnberg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

SpVgg Greuther Fürth - Vereinsdaten

Gründungsdatum

23.09.1903

Vereinsfarben

Weiß-Grün

1. FC Nürnberg - Die letzten Spiele
Aue (A)
4
:
3
Ingolstadt (H)
2
:
3
SpVgg Greuther Fürth - Die letzten Spiele
Dresden (H)
2
:
0
Regensburg (H)
0
:
2

Einen größeren Zusammenstoß zwischen den beiden Lagern am Fürther Bahnhof habe die Polizei verhindert, als eineinhalb Stunden nach Spielschluss rund 20 Club-Fans dort eingetroffen waren.

Im Stadion hatten nach Spielschluss des Derbys rund 120 überwiegend in Schwarz gekleidete Anhänger der Heimelf den Innenraum des Stadions erstürmt und waren in Richtung des Fürther Fanblocks gestürmt. Wie die Polizei vermutet, hätten zunächst einige Fans die Absperrgitter zum Innenraum überklettert und dann die Paniktore für weitere Personen geöffnet. Vor dem Gästesektor bewarfen sich die beiden Lager mit Schneebällen und Plastikstangen. Laut Polizei seien vier Ordner in diesem Zusammenhang verletzt worden, es habe eine vorübergehende Festnahme gegeben. Die zunächst bedrohlich wirkende Lage wurde innerhalb kurzer Zeit wieder unter Kontrolle gebracht. Polizeikräfte trennten die beiden Gruppen unter Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray.

Vor dem Anpfiff und dem Beginn der zweiten Hälfte war zudem im Gästebereich mehrfach Rauchpulver gezündet worden. Auch wurde mit Leuchtkugeln auf das Spielfeld geschossen. Sechs Personen wurden aus dem Stadion verwiesen, da "von ihnen Aggressionen auszugehen drohten", teilte die Polizei mit.

Kiel schafft die Sensation - Titelverteidiger Schalke scheidet aus