2. Bundesliga

Karpathy ist nicht länger Aufsichtsratschef

Duisburg: Machtkampf an der Vereinspitze

Karpathy ist nicht länger Aufsichtsratschef

Rücktritt: David Karpathy ist nicht mehr Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg.

Rücktritt: David Karpathy ist nicht mehr Aufsichtsratsvorsitzender des MSV Duisburg. picture alliance

Der MSV hat mit dem Sieg in Aue den Kontakt zum Tabellenmittelfeld hergestellt und einen kleinen Puffer zur Abstiegszone geschaffen. "Ich möchte meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung", wird MSV-Trainer Oliver Reck auf der vereinseigenen Website zitiert. "Diesen Sieg haben wir uns erarbeitet. Dazu kommt: Für uns als Klub ist es sehr wichtig, dass wir aus der Talsohle herauskommen. Jetzt kommt das Derby gegen Düsseldorf. Darauf bereiten wir uns vor, und ich hoffe, dass wir dann an das Spiel in Aue anknüpfen können."

Derweil geht aber der Machtkampf an der Vereinsspitze weiter. Zunächst hatte der Aufsichtsrat des MSV beschlossen, Vereinsboss Dieter Steffen zu stürzen. Der Hintergrund: Bis vergangenen Freitag hätte Steffen dem Aufsichtsrat einen Kandidaten für einen vakanten Vorstandsposten benennen müssen. Steffen ließ diese Frist verstreichen. Der Aufsichtsrat berief sich auf die Vereinssatzung und wollte den Vorsitzenden abbestellen. Steffen hingegen warf dem Aufsichtsrat vor, ihm am Donnerstag mitgeteilt zu haben, dass das Gremium keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit sehe und jeden Personalvorschlag seinerseits ignorieren werde - die Fronten schienen unversöhnlich verhärtet.

Nun aber ist David Karpathy als Aufsichtsratsvorsitzender des MSV zurückgetreten. Er informierte am Dienstag unter anderem Vorstand Steffen und Geschäftsführer Roland Kentsch. "Karpathy macht damit den Weg frei für einen Neustart des Vereins", hieß es in einer Pressemitteilung der Duisburger.

Einem angeblichen Rückzug des MSV-Hauptsponsors Stadtwerke Duisburg AG widersprach unterdessen das Unternehmen. "Unser Engagement als Hauptsponsor bleibt von dieser Entscheidung unberührt. Wir setzen mit unserer Marke Rheinpower weiter auf den MSV", sagte Stadtwerke-Vertriebsvorstand Johannes Gösling.

Entsprechende Vermutungen waren aufgekommen, da Karpathy Geschäftsführer der Hauptaktionärin der Stadtwerke Duisburg AG, der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft, ist.