EM

Trapattoni: Bleibt die Katze im Sack?

Irland: Mit beiden Füßen bei der EM-Endrunde

Trapattoni: Bleibt die Katze im Sack?

Giovanni Trapattoni

Auf einem guten Weg Richtung Polen und Ukraine: Giovanni Trapattoni. picture alliance

Trapattoni musste vor dem Gang zu den Esten auf einige Spieler verzichten und hob daher mahnend den Zeigefinger. Seine Mannschaft hatte verstanden, kehrte mit einem 4:0 aus Tallinn zurück und kann praktisch für die EM 2012 planen. Oder? "Die Katze steckt im Sack, aber der Sack ist noch nicht zugebunden", lässt der Coach der Iren noch keine Gratulationen zu. Und blickt auf das Rückspiel. "Wir müssen unsere Vorstellung von Freitag wiederholen. In den nächsten 90 Minuten müssen wir unseren Gegner respektieren. Sie werden mit einer anderen Mentalität, einer anderen Einstellung und einer anderen Leistung zu uns kommen", so "Trap".

Die Katze steckt im Sack, aber der Sack ist noch nicht zugebunden.

Giovanni Trapattoni
Spielersteckbrief Walters
Walters

Walters Jonathan

Der bewies mit der Aufstellung von Jon Walters ein glückliches Händchen. Der Akteur von Stoke City sorgte mit seinem Tor zum 2:0 in seinem ersten Pflichtspiel für die Iren für die Vorentscheidung. "Ich bin nicht Gott, ich spreche nicht gut englisch, selbst italienisch nicht besonders, und ich mache viele Fehler. Aber nach 30 Jahren im Fußball verstehe ich ein wenig von der Materie. Für dieses Spiel war er genau der Richtige", erklärte der 72-Jährige.

Schema

"Mit einem Bein und beiden Füßen bei der Endrunde", titelte indes die Irish Times nach dem klaren Erfolg beim Außenseiter aus dem Baltikum, das eine Bein muss Irland noch nachziehen. Auch, um das Trauma von 2009 zu überwinden, als die WM 2010 in Südafrika in den Play-offs durch ein irreguläres Tor der Franzosen - Thierry Henry hatte vor dem entscheidenden Tor den Ball mit der Hand gespielt - verpasst wurde.

"Dieser Sieg ist einer der größten in meiner Karriere, denn ich musste hier eine neue Mannschaft aufbauen", gab sich Trapattoni nach dem Erfolg in Estland äußerst zufrieden. Nun winkt die erste EM-Teilnahme der Iren seit 1988. Sofern die Katze im Sack bleibt.