Int. Fußball

Stichflamme in Piräus: Griechen droht Strafe

UEFA untersucht Vorfälle

Stichflamme in Piräus: Griechen droht Strafe

Ein Molotowcocktail explodiert auf der Tribüne im Duell zwischen Griechenland und Kroatien

Feuer im Olympiakos-Stadion: Die Ausschreitungen vom Freitag haben für Griechenlands Verband wohl ein Nachspiel. picture alliance

Eine meterhohe Stichflamme war die unmittelbare Folge, darüber hinaus flogen Rauchbomben zwischen den gegnerischen Tribünenbereichen hin und her. Rund hundert griechische Anhänger drangen, teilweise Motorradhelme tragend, in den kroatischen Nachbarblock ein. Dort wurden Sitze aus der Verankerung gerissen und auf die Polizei geworfen, die einige Mühe hatte, die aufgebrachten Fangruppen zu trennen. Zwei Personen wurden festgenommen.

Die UEFA untersucht die Vorfälle vom Freitagabend nun. Ob ein Disziplinarverfahren eröffnet wird, hängt von den Berichten der UEFA-Delegierten und des Schiedsrichters ab. Das teilte die UEFA am Sonntag auf Anfrage mit. Während Medien in Griechenland von einer Geisterspiel-Strafe ausgehen, rechnet der Verband EPO mit einer Geldbuße. "Wir werden uns später mit diesem Thema beschäftigen", kündigte Präsident Sofoklis Pilavios an.

Kritik an der Polizei

Gleichzeitig wurde in Medien Kritik an der Polizei laut, diese sei nicht gut genug vorbereitet gewesen und habe nicht ausreichend viele Einheiten vor den Gästeblock beordert - als dies nämlich schließlich geschah, beruhigte sich die Lage wieder.

Sportlich war die Partie trotz der frühen Unterbrechung für die Griechen ein Erfolg: Durch das 2:0 fehlt Theofanis Gekas & Co. nur noch ein Punkt im letzten Gruppenspiel in Georgien, um das Ticket für die Endrunde in Polen und der Ukraine zu buchen.