Bundesliga

50+1-Regel bleibt, "Lex Leverkusen" nicht

DFB stimmt Kinds Änderungsantrag zu

50+1-Regel bleibt, "Lex Leverkusen" nicht

Martin Kind

Hannovers Präsident Martin Kind hatte mit seiner Änderungsforderung Erfolg: Die "Lex Leverkusen" wird abgeschafft. imago

Kind hatte seit Jahren mit dem Ligaverband gestritten. Zunächst hatte er die Abschaffung der 50+1-Regel, später lediglich die Aufhebung der "Lex Leverkusen und Wolfsburg" gefordert. Nach dieser Sonderklausel war die mehrheitliche Beteiligung eines Unternehmens an einem Profiklub nur erlaubt, wenn dieses bereits vor dem Stichtag, dem 1. Januar 1999, 20 Jahre im Verein tätig war. Dieser Stichtag wurde nun abgeschafft.

"Wir begrüßen dieses Urteil, es bestätigt unsere Rechtsauffassung. Hannover 96 hat jetzt langfristig, auf Jahrzehnte, die Chance zu einer perspektivischen Entwicklung und verantwortungsvollen Nutzung seiner Potenziale", kommentierte Kind das Urteil.

"Das Urteil ist in der Gesamtbetrachtung ein Erfolg für die Vereine und Kapitalgesellschaften des Ligaverbandes. Das Entscheidende ist: Die 50+1-Regel bleibt im Kern erhalten. Im deutschen Profifußball werden Investoren weiterhin nur im Ausnahmefall und sehr eingeschränkt die Stimmenmehrheit bei einzelnen Klubs übernehmen können", sagte Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball nach der Entscheidung. "Wir müssen auch künftig keine spanischen, italienischen oder englischen Verhältnisse fürchten", ergänzte er.