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FIFA schließt Nordkorea von Frauen-WM aus

Doping: "Ein beispielloser Fall"

FIFA schließt Nordkorea von Frauen-WM aus

Hong Myong Hui

Hong Myong Hui wurde des Dopings überführt und wird in nächster Zeit nicht mehr auf internationaler Bühne zwischen den Pfosten stehen. imago

"Das ist ein beispielloser Fall", sagte ein FIFA-Sprecher am Donnerstag nach einer Sitzung der Disziplinarkommission in Zürich und begründete damit das harte Strafmaß.

Nachdem seinerzeit bereits zwei Nordkoreanerinnen des Dopings überführt worden waren, musste die komplette Mannschaft der Asiatinnen im Anschluss an das letzte Vorrundenspiel gegen Kolumbien zur Kontrolle. Dabei wurden im Urin drei weiterer Spielerinnen verbotene Substanzen gefunden.

Die FIFA sperrte Torhüterin Hong Myong Hui sowie die drei Verteidigerinnen Ri Un Hyang, Jong Pok Sim und Ho Un Byol für 18 Monate, Song Jong Sun darf 14 Monate lang nicht auflaufen.

Mannschaftsärztin Nam Jong Ae wurde gar für sechs Jahre von "jeglicher Fußballtätigkeit" ausgeschlossen. Der nationale Fußballverband Nordkoreas muss außerdem die 400.000 US-Dollar Preisgeld, die er für das Erreichen der WM-Vorrunde erhalten hatte, zurückzahlen.

Die Kolumbianerin Yineth Varon wurde ebenfalls von der FIFA gesperrt. Bei der Torhüterin wurden ebenfalls verbotene Substanzen nachgewiesen. Der Weltfußballverband schloss sie für zwei Jahre aus.