Int. Fußball

Sidkas Mission endet, Schäfer "will zur WM"

Vertrag lief zum 31. Juli aus

Sidkas Mission endet, Schäfer "will zur WM"

Wolfgang Sidka

Eine Mission geht zu Ende: Wolfgang Sidka verlässt den Irak. imago

Nach dem Weiterkommen gegen den Jemen (2:0, 0:0) fiel die Entscheidung gegen Sidka offenbar wegen zu dürftiger Leistungen. "Wir haben uns nach den schlechten Resultaten entschieden, den Vertrag mit unserem Trainer nicht zu verlängern", sagte der Vize-Präsident des irakischen Verbandes, Abdulkhaleq Masoud.

Sidka hatte gegenüber dem kicker zuvor schon geäußert, dass seine Vorstellungen von denen des Verbands weit entfernt lagen. Der neue Verbandschef hatte gefordert, dass die Arbeit künftig von der Hauptstadt Bagdad aus zu leiten sei - ein unüberbrückbares Hindernis für den Ex-Bremer, der seit August 2010 im Irak tätig war und beim Asien-Cup 2011 in Katar das Viertelfinale erreicht hatte.

Trainersteckbrief Sidka

Sidka Wolfgang

Trainersteckbrief Schäfer

Schäfer Winfried

Trainersteckbrief Götz

Götz Falko

Trainersteckbrief Weiß

Weiß Michael

Die "Löwen von Mesopotamien" sollen schon in Kürze ihren neuen Übungsleiter kennenlernen, bereits in dieser Woche will sich der irakische Verband über einen möglichen Nachfolger beraten.

"Winnie" Schäfer will zur WM - "Wer will mit?"

Neben Sidka erreichte mit Winfried Schäfer noch ein weiterer deutscher Trainer die nächste Stufe in der WM-Qualifikation. Der frühere Karlsruher zog mit Thailand über Palästina (1:0, 2:2) weiter. Ganz zufrieden war der 61-Jährige mit dem Remis auf einem Kunstrasenplatz im Westjordanland nicht: "Dabei hatte ich meinen Jungs gesagt, dass sie sich auf ihre fußballerischen Qualitäten konzentrieren sollen", sagte Schäfer, der sein Team nach dem Spiel mit der Aussage "Ich will zur WM! Wer will mit?" provozierte. Alle wollen, doch dann, so Schäfer, müssten alle "noch ganz hart arbeiten".

Nicht mehr arbeiten muss Falko Götz mit dem Vietnam, und auch die Philippinen unter Michael Weiß schieden in der zweiten Quali-Runde aus - und konzentrieren sich nun auf die Sea-Games Ende November in Indonesien.