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Drei weitere Nordkoreanerinnen positiv getestet

Doping-Skandal weitet sich aus

Drei weitere Nordkoreanerinnen positiv getestet

Team Nordkorea

Ist der Moschushirsch Schuld? Fünf Nordkoreanerinnen wurden bei der WM positiv getestet. Getty Images

Jiri Dvorak, Medizinischer Direktor des Weltverbandes, erklärte, dass nordkoreanische Betreuer bereits nach den ersten beiden Dopingfällen ein Mittel präsentiert hätten, das Auslöser der positiven A- und B-Proben gewesen sein soll. Dabei handelt es sich um ein Drüsenextrakt, das von einem Moschushirsch gewonnen wurde. Nordkorea sah darin "eine traditionelle chinesische Medizin", die bei den Spielerinnen nach einem angeblichen Blitzeinschlag im Trainingslager eingesetzt worden war. Allerdings enthielt das Extrakt des Hirsches gleich 14 verschiedene anabole Steroide, von denen vier auf der Anti-Doping-Liste stehen.

Nach den positiven Proben von Song Jon Sun und Jong Pok Sim hatte das gesamte Team Nordkoreas nach dem 0:0 gegen Kolumbien in der Vorrunde bei einer "zielgerichteten Fahndung" zur Dopingkontrolle antreten müssen.

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"Das ist für uns natürlich ein Schock. Es handelt sich hierbei um einen ganz groben und schlimmen Dopingfall. Es schmerzt, wenn man sieht, dass fast eine ganze Mannschaft betroffen ist. Ob dafür wirklich der Blitzeinschlag verantwortlich ist, wissen wir natürlich nicht", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Die Disziplinarkommission der FIFA werde nun über weitere Konsequenzen entscheiden.