Eintracht Frankfurt: Hildebrand bewirbt sich

Fährmann-Erbe: Folgt Kessler Lehmann?

Matthias Lehmann und Thomas Kessler, hier noch im Trikot des FC St. Pauli

Geimeinsam von Hamburg nach Frankfurt? Matthias Lehmann und Thomas Kessler. Getty Images

Mit wichtigen Personalentscheidungen war die Eintracht nach Abstieg und Strukturreform spät dran. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Nach der Bestellung von Sportdirektor Bruno Hübner (50) und Trainer Armin Veh (50) sind die ersten Spielerverträge unterschriftsreif. Bis zu 4,5 Millionen Euro will die Eintracht investieren.

Mit Matthias Lehmann (28, FC St. Pauli) besteht Einigkeit über einen Drei-Jahres-Vertrag. Kommende Woche soll die sportmedizinische Untersuchung als letzte Hürde genommen werden. Nachfolger von Ralf Fährmann (22), der nach dem Vertragsende bei der Eintracht ablösefrei zu Schalke 04 wechselt , soll Thomas Kessler (25, FC St. Pauli) werden. "Ein interessanter Mann", findet Hübner. Kessler wird aller Voraussicht nach den Vorzug vor Timo Hildebrand (32, Sporting Lissabon) erhalten. "Ich bin in Hessen aufgewachsen und hätte mir sehr gut vorstellen können zur Eintracht zu wechseln, unabhängig ob in die 1. oder 2. Liga", betont Hildebrand, der 2007 unter Veh beim VfB Stuttgart Meister geworden war.

Bundesliga - Topspieler 2010/11

Rensing Michael

2,74 Ø Note

Rensing Michael
2,74
Weidenfeller Roman
2,76
Neuer Manuel
2,79
Starke Tom
2,82
Baumann Oliver
2,85
Topspielerliste
Spielersteckbrief Lehmann

Lehmann Matthias

Karriere beendet

Deutschland

Spielerprofil
Spielersteckbrief Kessler
18

Kessler Thomas

1. FC Köln

Deutschland

Spielerprofil

Ich kann die Bundesliga mit der Eintracht schneller verwirklichen als mit St. Pauli.

Matthias Lehmann

Hübner sieht darüber hinaus vor allem zwei vakante Positionen im Kader, "Innenverteidiger und rechte Offensivseite". Er sucht Nachfolger für Maik Franz (29, Vertrag ausgelaufen) und Patrick Ochs (27, zum VfL Wolfsburg). Franz will den angebotenen Drei-Jahres-Vertrag der Eintracht nicht annehmen . Er kann sich eine Zusammenarbeit mit Veh, mit dem er 2008 großen Zoff wegen Mario Gomez hatte, ganz und gar nicht vorstellen.

Für Lehmann und Kessler muss die Eintracht Ablöse bezahlen. Bei Lehmann nutzt sie eine Ausstiegsklausel, die mit 500.000 Euro Transferentschädigung verbunden ist. "Er kann auf der Sechs oder der Acht spielen", so Hübner. "Ich kann mein Ziel, die Bundesliga, mit der Eintracht schneller verwirklichen als mit St. Pauli", betont Lehmann.

Kessler, dessen Transferrechte beim 1. FC Köln liegen, soll zunächst ausgeliehen werden. 150.000 Euro Leihgebühr sind im Gespräch, für nächsten Sommer gäbe es ein Vorkaufsrecht.

Michael Ebert