3. Liga

Wacker: Rudi Bommer kehrt zurück

Coach tritt Nachfolge des entlassenen Mario Basler an

Wacker: Rudi Bommer kehrt zurück

Rudi Bommer

Zurück an alter Wirkungsstätte: Rudi Bommer trainiert in der kommenden Saison Wacker Burghausen. imago

Der Vertrag des beurlaubten Trainers Mario Basler hätte sich nur bei einem Ligaverbleib auf sportlichem Wege verlängert, als potenzielle Nachfolger kursierten in der vergangenen Woche Namen wie Markus Weinzierl oder Günter Güttler in der Gerüchteküche - offiziell kommuniziert wurde aber immer nur einer: Rudi Bommer.

Nun steht fest, dass der absolute Wunschkandidat auch kommt. "Wir sind uns einig, und ich freue mich, dass ich den Fans den größten Wunsch erfüllen konnte", erklärte SVW-Vereinspräsident Hans Steindl am Dienstag auf der Vereinswebsite. "Wir haben einen Neuanfang versprochen, und wir haben unser Versprechen gehalten", meinte Steindl weiter.

Trainersteckbrief Bommer
Bommer

Bommer Rudolf

Wacker Burghausen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.11.1930

Vereinsfarben

Weiß-Schwarz

Bommer selbst versuchte nach der Bekanntgabe seiner Verpflichtung, die Erwartungen im Umfeld etwas einzudämmen: "Die Euphorie ist ja groß, aber zaubern kann ich auch nicht", mahnte der neue Trainer, der gleichzeitig personelle Verstärkungen forderte: "Unser Ziel muss es sein, wieder eine gewisse Qualität in das Team zu bringen."

Mit Josef Cinar, den der SVW vor einigen Tagen als ersten Neuzugang für die neue Drittliga-Spielzeit vorstellte , ist ein erster Schritt getan. Der 27-Jährige kommt vom Regionalligisten Eintracht Trier und soll den in der letzten Spielzeit so löchrigen Abwehrverbund verstärken.

Bommer etabliert Wacker in Liga zwei

Der ehemalige Profi Bommer war im Oktober 2000 nach Oberbayern gewechselt. In seiner vierjährigen Amtszeit stieg er mit Wacker in die Zweiten Liga auf und etablierte den Klub dort. Nach zweimaligem Klassenerhalt wechselte Bommer im Jahr 2004 schließlich zu 1860 München, wo er aufgrund einer enttäuschenden Hinrunde mit fünf Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen schnell wieder entlassen wurde. Nach einer Saison beim 1. FC Saarbrücken (2005 bis 2006) landete der Übungsleiter schließlich beim MSV Duisburg. Die Zebras trainierte Bommer bis November 2008, seitdem hatte er bei keinem neuen Klub angeheuert.

Auch als Spieler machte Bommer auf sich aufmerksam: Für Fortuna Düsseldorf, Bayer Uerdingen und Eintracht Frankfurt absolvierte er 417 Einsätze in der Bundesliga, zudem kam er in der deutschen Nationalmannschaft in sechs Partien zum Einsatz. Bei der Europameisterschaft 1984 hatte der ehemalige Angreifer zum Kader gehört.