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Kommentar: Blatter muss den Weg frei machen

Von Rainer Franzke (Mitglied kicker-Chefredaktion)

Kommentar: Blatter muss den Weg frei machen

Sepp Blatter

Schlammschlacht gewonnen, doch an Glaubwürdigkeit verloren: FIFA-Präsident Sepp Blatter. Getty Images

Blatter wird die durch Eifersucht, Intrigen und Korruption verfaulte FIFA nicht mehr entkernen können. Seit seiner Wahl im Sommer 1998 hat er das nicht getan.

Im Gegenteil: Der Weltverband hat in seiner Ära Glaubwürdigkeit verspielt. Nach seiner Wiederwahl in Zürich am Mittwoch müsste es Blatters erste Amtshandlung sein, einen außerordentlichen Kongress einzuberufen. Um den Weg frei zu machen für frische Kräfte, die nicht von Eitelkeit, Geldgier, Machtanspruch und Jetset-Gehabe getrieben sind wie er und einige seiner Gefolgsleute.

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Ad hoc muss eine absolut unabhängige Kommission die Seilschaften bei der Fifa aufdröseln. Und in diesem Zusammenhang auch gleich die Spesenmentalität der First-Class-Flieger und Sechs-Sterne-Logierer in der FIFA-Führungsspitze ausleuchten.

Fans und Sponsoren, Spieler und Vereine haben den Anspruch auf absolute Aufklärung. Denn sie finanzieren diese außer Kontrolle geratene Kaste der Spitzenfunktionäre.