Bundesliga

Daum verlässt die Eintracht

Aufsichtsrat kommt am Montagabend zusammen

Daum verlässt die Eintracht

Die Niederlage beim deutschen Meister war sein letztes Spiel mit der Eintracht: Trainer Christoph Daum.

Die Niederlage beim deutschen Meister war sein letztes Spiel mit der Eintracht: Trainer Christoph Daum. imago

"Eintracht Frankfurt sollte den Wiederaufstieg mit einem anderen Trainer angehen. Es gab für mich so keine Perspektive mehr, auch wenn der Verein und die Mannschaft mir sehr am Herzen liegen", sagte Daum bei der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Montag.

Mit einem Schnitt von 0,43 Zählern (drei Punkte in sieben Spielen) war Daum zum schlechtesten Eintracht-Bundesligatrainer aller Zeiten "avanciert". Bisher trugen die rote Laterne die Übergangslösungen Bernhard Lippert (Dezember 1998) und Klaus Mank (Oktober 1983), die in zwei Spielen je ein Unentschieden holten.

Weitere Entscheidungen über die künftige Ausrichtung der Eintracht sollen am Montagabend fallen, wenn in den Räumlichkeiten der Vereinsgeschäftsstelle am Riederwald Heribert Bruchhagen, der Vorstandsboss der Fußball AG, die in der Commerzbank-Arena residiert, dem Aufsichtsrat das Konzept für die 2. Liga präsentiert.

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Mit welchen Personen auf der Führungsebene der angestrebte direkte Wiederaufstieg bewerkstelligt werden soll, ist weitgehend offen. Gesucht werden ein Sportdirektor und ein neuer Trainer. Spannend wird bei der Aufsichtsratssitzung nicht nur sein, ob sich die Gremien bereits mit konkreten Namen befassen. "Die erste Entscheidung, die jetzt fällt, ist, wer der neue Trainer wird", betont Bruchhagen. Was der Aufsichtsrat nicht zwangsläufig genauso sehen muss. Zumal dort die Frage zu beleuchten sein wird, wie die Kompetenzen zwischen dem neuen Sportdirektor und dem Vorstandsvorsitzenden verteilt werden.

Idealerweise sollte der neue Manager an der Trainersuche ebenso beteiligt sein wie an den Verpflichtungen von Spielern. Ein Kompetenzgerangel könnte den bisherigen Konsens zwischen Aufsichtsrat und Bruchhagen, der die Sportmanager-Funktionen abgeben soll, ins Wanken bringen. Zumal der Vorstandsboss für einen neuen Vertrag in der 2. Liga sieben von neun Stimmen benötigt. Auch wenn sich der 62 Jahre alte Bruchhagen seit seinem Dienstbeginn in Frankfurt im Dezember 2003 mit seinen Vorschlägen im Aufsichtsrat noch immer durchgesetzt hat, diesmal scheint die Zustimmung alles andere als sicher zu sein.