Int. Fußball

Chaos und Krawalle in Athen

AEK holt den Pokal mit 3:0 gegen Atromitos

Chaos und Krawalle in Athen

Jagdszenen in Athen am Rande des Pokalfinals.

Jagdszenen in Athen am Rande des Pokalfinals. picture-alliance

Die Tore des ehemaligen Eintracht-Frankfurt-Profis Nikos Liberopoulos (29. Minute), von Nabil Baha (78.) und Pantelis Kafes (85.) reichten AEK, um den Lokalrivalen und Vorortklub Atromitos zu bezwingen und den 14. Cup der Vereinsgeschichte zu feiern.

Während der Partie herrschte phasenweise das blanke Chaos. Hunderte AEK-Fans stürmten den Rasen des Olympiastadions schon kurz vor Spielende. Dabei attackierten sie Spieler von Atromitos. Zudem zerstörten die Hooligans mehrere Kameras des staatlichen Fernsehens. Die Polizei setzte massiv Schlagstöcke und Tränengas ein.

Griechischer Pokal - Finale
AEK Athen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

13.04.1924

Vereinsfarben

Gelb-Schwarz

Atromitos Athen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

01.01.1923

Der Schiedsrichter verließ für eine halbe Stunde den Platz, unklar war, ob es weitergehen würde. Die brodelnde Atmosphäre mögen ihn veranlasst haben, trotz der Anzeige von neun Nachspielminuten relativ pünktlich abzupfeifen.

Schon vor dem Spiel waren gewaltbereite Anhänger untereinander und mit der Polizei rund ums Stadion und in der Stadt aneinandergeraten. Es flogen Knallkörper und Leuchtkugeln. Auch im Stadtzentrum kam es zu Zusammenstößen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Schlagstöcke und Blendgranaten ein.

Bereits im Halbfinale des Pokals hatte es in Saloniki Ausschreitungen gegeben. Am 16. März eskalierte die Situation beim Rückspiel zwischen PAOK und AEK (0:1) . Auch hier hatten Hooligans den Platz gestürmt, Gästetorwart Saja wurde von einem Leuchtkörper getroffen. PAOK musste 250.000 Euro Geldstrafe bezahlen und ein Geisterspiel austragen.

Der griechische Fußball kommt damit nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Spielmanipulationen und Bestechungsversuche erschüttern ihn nachhaltig.