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Straßenfußball-Weltreise endet in Peru

Israel, Kamerun, Indien, Australien - und Peru

Straßenfußball-Weltreise endet in Peru

Weltreise durch den Straßenfußball

Spissingers Weltreise durch den Straßenfußball endet in Peru. FD21

Reiseantritt trotz schwieriger Vorbereitung

Den Anstoß zu diesen Reisen gab die Diplomarbeit, in der sich Spissinger dem Thema "Mehr gewinnen als nur das Spiel - Ressourcenorientierte Soziale Arbeit im Straßenfußball" widmete. Die Faszination solcher Straßenfußball-Projekte überdauerte die reine studienbedingte Arbeit, die Idee, einige Initiativen vor Ort zu besuchen wurde immer konkreter.

Auch eine lange und schwierige Vorbereitungsphase konnte die Reisepläne nicht mehr stoppen. Erste Station wurde Israel, wo sich das Peres Center for Peace – 1996 gegründet vom damaligen israelischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres – darum bemüht, Kinder aus arabischen und jüdischen Familien durch den Fußball zusammenzuführen. Ein schwieriger Prozess, der häufig an politische Grenzen stößt.

zum Thema bei FD21.de

Zweites Ziel der Reisen war Kamerun. In dem westafrikanischen Land besuchte Spissinger die Organisation United Action for Children, die sich in den Dörfern rund um die Küstenstadt Buea darum bemüht, durch den Fußball Verbesserungen in Bereichen wie Bildung und Dorfentwicklung zu erzielen. Dazu werden beispielsweise "Trainingseinheiten" auch dazu genutzt, um mit den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen Diskussionen über sie bewegenden Themen (z. B. über Jugendarbeitslosigkeit, Aids oder das sogenannte "Bush-Falling", wie die Fluchtversuche aus den Dörfern Afrikas nach Europa bezeichnet werden) zu führen.

Fußball als sinnvolle Beschäftigung, die auch noch Spaß macht

Teil drei der Weltreise führte Spissinger in die Stadt Nagpur in Zentralindien. Hier entstand vor rund zehn Jahren das Projekt Slum Soccer, weil Gründer Prof. Vijay Barse die Chance sah, dass Kindern aus benachteiligten Verhältnissen, die sich dem Fußball widmen können, weniger in die Gefahr geraten, in Drogenkonsum, Kriminalität und Gewalt abzurutschen. Das Projekt wächst ständigm heute werden täglich bis zu 700 Kinder betreut.

Fußball in Huayllarcocha

Mit Begeisterung treten schon die Kleinsten im Andendorf Huayllarcocha gegen den Ball. FD21

Der vierte Trip erforderte die weiteste Reise: Es ging zum Projekt "Foootball United" in Sydney. Zwar ist Australien nicht als Land mit besonders großen sozialen Problemen bekannt, aber da viele Flüchtlinge aus verschiedenen Gebieten der Welt nach Australien kommen, treffen hier oft Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, Sprache, Hautfarbe und Lebensgeschichte zusammen. "Football United" will sie mit Hilfe des Fußballs zusammenführen und ihnen bei der Eingliederung in die australische Gesellschaft helfen.

Für jeden Kicker eine warme Mahlzeit

Die letzte Etappe führte Spissinger nach Peru. Hier macht das Land den Menschen das Leben schwer: Es gibt ein hohes Gebirge mit vielen Gletschern, aber auch Wüste. Nur eines ist selten: Fruchtbarer Boden. Darum sind die Menschen in Peru sehr arm. Die Fußballorganisation "Asociacion Civil Pro Nino Intimo", die Projekte im ganzen Land betreut, möchte den Kindern dieser armen Menschen die Möglichkeit geben, die Probleme zeitweise zu vergessen. Dabei wird den Jugendlichen nicht nur Fußball angeboten, sondern auch ein warmes Essen, Zahnbürsten oder die Möglichkeit, zur Schule zu gehen.

Weltreise durch den Straßenfußball