Spanien: Serbe soll mit Alicante den Abstieg verhindern

Djukic übernimmt Schlusslicht Hercules

Miroslav Djukic

Neuer Trainer: Miroslav Djukic dirigiert ab sofort den spanischen Erstligisten Hercules Alicante. imago

Nach vier Niederlagen in Folge und einer 0:4-Heim-Klatsche gegen Osasuna am vergangenem Sonntag reagierte Hercules Alicante auf die sportliche Talfahrt und trennte sich nur wenige Stunden nach Abpfiff von Trainer Vigo Benitez. Doch nicht nur der letzte Tabellenplatz sorgte für Unruhe beim spanischen Erstligisten: Mit der Verletzung des Welt- und Europameisters David Trezeguet oder auch des Ex-Bundesligaprofis Nelson Valdez fehlen die beiden besten Torschützen. Dazu kommen athmosphärische Störungen: Der Niederländer Royston Drenthe streikte 98 Tage wegen zwischenzeitlich ausbleibender Gehaltszahlungen und wurde bei seinem Comeback von den eigenen Fans beschimpft und ausgepfiffen.

Jetzt soll wieder Ruhe einkehren in Alicante. Am besten durch sportlichen Erfolg. Deshalb stellte Hercules am Donnerstagmittag einen neuen Trainer vor: Miroslav Djukic. Der 45-Jährige hat den Auftrag, den Verein wieder aus der Krise zu führen und den Abstieg zu verhindern. Der Serbe erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende. Sein Team müsse die "Erinnerung wiedergewinnen", an das, was vor der Saison noch gut lief.

Mit einem Engagement in Spanien betritt Djukic keineswegs Neuland: Als Spieler war der Verteidiger für Deportivo La Coruna, den FC Valencia und CD Teneriffa aktiv. Als Trainer arbeitete er unter anderem für die U21-Nationalmannschaft von Serbien und führte diese 2007 zum Vize-Europameistertitel. Im selben Jahr wurde er zu Serbiens Trainer des Jahres gewählt. Danach saß er bei Partizan Belgrad, der serbischen A-Nationalmannschaft und bei Excelsior Mouscron (Belgien) auf der Trainerbank.

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