Bundesliga

Borussia trennt sich von Frontzeck

Gladbach: Reißleine im Abstiegskampf

Borussia trennt sich von Frontzeck

Michael Frontzeck

Musste nach dem 1:3 bei St. Pauli gehen: Michael Frontzeck. imago

Nach dem Gespräch mit Sportdirektor Max Eberl, Vizepräsident Rainer Bonhof und Geschäftsführer Stephan Schippers hatte Frontzeck erklärt: "Natürlich mache ich weiter. Ich bin noch Trainer. Ich habe gesagt, dass ich meinen Vertrag erfülle." Doch die Gespräche im Führungsgremium entwickelten sich dann im Laufe des Tages in eine andere Richtung.

"Nach den beiden Niederlagen gegen unsere beiden direkten Konkurrenten Stuttgart und St. Pauli mussten wir unsere Situation neu überdenken. Das war für uns eine sehr schwierige Entscheidung", so Sportdirektor Max Eberl. "Wir hätten uns alle sehr gewünscht, die gesteckten Ziele gemeinsam mit Michael Frontzeck zu erreichen. Nach den jüngsten Ergebnissen haben wir uns aber entschieden, den Trainer zu wechseln", so Vizepräsident Rainer Bonhof.

Der Vorstand hatte zunächst weitere Beratungsgespräche angekündigt. Frontzeck hatte am 1. Juli 2009 das Traineramt bei der Borussia übernommen. Sein Vertrag wurde im Juli 2010 bis 2013 verlängert.

Voraussichtlich soll U-23-Trainer Sven Demandt die Profi-Mannschaft interimsweise trainieren, doch ist nicht auszuschließen, dass die Borussen schon sehr zeitnah einen neuen Cheftrainer präsentieren, der die schier aussichtslose Mission Klassenerhalt angehen soll.

In der laufenden Spielzeit konnten die Gladbacher noch keinen Heimsieg einfahren. Gegen den Tabellensiebzehnte VfB Stuttgatt war das Schlusslicht am vergangenen Spieltag kurz davor, diese Horror-Bilanz etwas aufzuhübschen, die cie Fohlen verspielten eine 2:0-Führung. Beim FC St. Pauli gingen die Gladbacher durch de Camargo in Front, doch nachdem sich dieser mit einer sehr unbedachten Aktion gegen Matthias Lehmann schon in der 20. Minute die Rote Karte einhandelte, war die Frontzeck-Elf am Millerntor in Unterzahl beim 1:3 nicht mehr in der Lage zu punkten.