Nürnberg: Chandler vor Debüt - Okotie will bald eine Option sein

Prince Tagoe steht auf der Liste

Prince Tagoe gegen FCN-Verteidiger Andreas Wolf

Bald in einem Team? Prince Tagoe und FCN-Verteidiger Andreas Wolf. imago

"Probleme macht man sich, indem man sie großredet", gibt sich Nürnbergs Trainer jedoch entspannt und liefert die Erklärung gleich nach: "Ich habe kein Problem mit den Ausfällen. Wir haben Spieler, die seit Wochen auf ihre Chance warten, jetzt müssen sie diese nutzen." Einmal in Fahrt, nimmt der 46-Jährige die Nachrücker in die Pflicht. "Das sind Profis, dafür müssen sie Leistung bringen. Nach außen formulieren sie ja auch ihre Ansprüche."

In erster Linie dürfte Hecking Dominic Maroh (23) und Pascal Bieler (24) meinen, die am Freitag eine Bewährungsprobe erhalten dürften. Rechts hinten steht Timothy Chandler (20) aus der 2. Mannschaft vor seinem Debüt. "Er trainiert engagiert und motiviert, will sich zeigen", beschreibt Hecking seine Eindrücke vom Deutsch-Amerikaner, der im Sommer von Eintracht Frankfurt II kam und seit Dienstag bei den Profis mittrainiert.

Aktuell muss sich Hecking also Gedanken um die Abwehr machen. Im Angriff ist alles bestens, solange Julian Schieber (21) derart überzeugend auftritt wie bisher (drei Tore, sieben Assists). Eine Verletzung der VfB-Leihgabe käme einem Horrorszenario gleich, denn gleichwertige Alternativen gibt es nicht. Albert Bunjaku (26), Top-Torjäger der Vorsaison, geht auch zehn Wochen nach der Operation wegen eines Knorpelschadens an Krücken, erst in zwei bis drei Wochen kann er sie weglegen. Ein Comeback in dieser Saison dürfte eher unwahrscheinlich sein.

Rubin Okotie (23) kommt wegen ständiger kleinerer Blessuren schwer in die Gänge, er spielt aktuell meist 45 Minuten in der Regionalliga-Elf. "In der Rückrunde will ich eine ernsthafte Option sein", sagt der Stürmer. Zeichnet sich dies nicht ab, wird der Club wohl auf dem Transfermarkt aktiv. Dabei steht Hoffenheims Prince Tagoe (24) auf der Liste der Kandidaten. Ghanas WM-Teilnehmer schaffte den Durchbruch bei den Kraichgauern nicht, 1899 ließe ihn wohl ziehen.

Frank Linkesch