Regionalliga

Oral: Siegen oder Fliegen

Leipzig: Elf Punkte Rückstand auf Chemnitz

Oral: Siegen oder Fliegen

Thomas Oral

Wohin führt derWeg:Trainer Tomas Oral und sein Team müssen gegen Spitzenreiter Chemnitzer FC endlich in die Erfolgsspur finden. imago

Es geht um Perspektive, auch um Jobs. "Chemnitz hat einen Lauf", weiß RB-Coach Tomas Oral, "wir müssen auf uns schauen, können nur das beeinflussen, was in unserer Macht liegt."

Ein Dreier gegen den CFC liegt in der Macht des Tabellenvierten, der extra von RB-Fußball-Chef Dietmar Beiersdorfer begutachtet wird. Diverse Spieler-Verträge laufen aus, werden im Fall des Nichtaufstiegs nicht verlängert. Dass er schon mit anderen Trainern gesprochen hat, verneint Beiersdorfer energisch: "Das ist Blödsinn." Routinier Timo Rost fordert vehement: "Wir müssen die weghauen."

Angst vor einem Misserfolg und dem dann wohl unausweichlichen Rausschmiss hat Oral nicht. "Wir bereiten uns top vor, wollen gewinnen." Und, ja, er habe das Aufstiegs-Ziel nach wie vor auf dem Schirm. "Ich bin ein Kämpfer, kenne derartige Situationen." Wende oder Ende in Leipzig.

In Chemnitz trotz souveräner Tabellenführung von einer "Woche der Wahrheit" zu sprechen, wäre fast ein bisschen übertrieben. Der souveräne Spitzenreiter brennt aber auf die Spiele gegen die unmittelbaren Verfolger aus Leipzig und Wolfsburg. An Selbstbewusstsein sollte es dem Klub für die schwere Auswärtspartie nicht mangeln.

Der Ex-Leipziger Ronny Garbuschewski hat sich mit seiner Aussage, man habe die "bessere Mannschaft mit mehr Qualität", schon mal am meisten in die Pflicht genommen. "Ich denke, dass der Zusammenhalt eine große Stärke von uns ist. Und bei einem kleineren Kader sitzen weniger unzufriedene Spieler draußen", erklärt der defensive Mittelfeldspieler Marcel Wilke. "Wir gehen gegen RB wie in jedes Spiel, wollen gewinnen", unterstreicht auch Coach Gerd Schädlich, dass er sich in Leipzig nicht nur auf die Defensive verlassen will: "Dies haben wir auch nicht nötig."

G. Shäfer, J. Wohlgemuth