2. Bundesliga

Stevic: "Ein Schlag ins Gesicht"

München: DFL zieht 1860 zwei Punkte ab!

Stevic: "Ein Schlag ins Gesicht"

1860-Sportdirektor Miroslav Stevic (re.) und Geschäftsführer Dr. Robert Niemann.

Erklärungsbedarf: 1860-Sportdirektor Miroslav Stevic (re.) und Geschäftsführer Dr. Robert Niemann. imago

Die Geschäftsführung der DFL Deutsche Fußball Liga hat den Zweitligisten mit einer Vertragsstrafe wegen Verstößen gegen die Lizenzierungsordnung belegt. 1860 werden auf Grund unzureichender Informationen im Lizenzierungsverfahren für die laufende Saison, für das am 15. März 2010 die Unterlagen eingereicht wurden, mit sofortiger Wirkung zwei Punkte abgezogen. Die Münchner haben die Strafe akzeptiert.

Damit rutschen die "Löwen" in der Tabelle des deutschen Unterhauses um einen Platz auf Rang sieben hinter Rot-Weiß Oberhausen ab - der zarte sportliche Aufschwung ist für die finanziell gebeutelten Sechziger damit gestoppt.

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Hertha BSC
20
2
SpVgg Greuther Fürth
19
3
MSV Duisburg
18
1860 München - Vereinsdaten

Gründungsdatum

17.05.1860

Vereinsfarben

Grün-Gold. Abteilungsfarben: Weiß-Blau

Während Sportdirektor Miroslav Stevic von "einem Schlag ins Gesicht" spricht, zeigte sich Robert Niemann mit der Strafe einverstanden. Wohl wissend, dass es für den Zweitligisten hätte schlimmer kommen können. Dem Klub drohte wegen der Sünden der Vergangenheit sogar der Lizenzentzug. "Das war absolut ein Thema. Aber das ist vom Tisch. Unsere offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der DFL hat zu diesem moderaten Strafmaß geführt", meinte der Geschäftsführer.

Niemann: "Wir werden alle Steine umdrehen"

Nicht erlöste Transfergelder, der verlorene Catering-Prozess gegen den Erzrivalen Bayern München und die Löwen-Anleihe, "die bisher nicht richtig erfolgreich war", waren der Stein des Anstoßes laut Niemann. Die Münchner haben seit Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Derzeit beträgt der Schuldenstand rund drei Millionen Euro. Niemann kündigte deshalb für den Winter erneut Spielerverkäufe an: "Unsere Finanzsituation ist weiter angespannt. Um sie zu stabilisieren, werden wir im Winter Spieler transferieren müssen." Zugleich werde man den Verein einer "sehr, sehr gründlichen Sanierung" unterziehen müssen: "Wir werden alle Steine umdrehen."