Unterhaching: Positive Entwicklung des Teams

Auch der SpVgg droht die Insolvenz

Klaus Augenthaler

Konzentration auf das Sportliche: Die Entwicklung der Elf von Klaus Augenthaler ist "weiter positiv". imago

Im Fokus steht der angebliche Geldgeber Franco Levis. Im Juli hatte die SpVgg mit dem Unternehmen, für das der 52-jährige in Unterhaching als Vertreter fungiert, Verträge unterschrieben. Von bis zu fünf Millionen Euro Zuwendung in den kommenden Jahren war die Rede. Trotz mehrmaliger Zahlungsaufforderung hat der Verein bis dato noch keinen Cent von dem versprochenen Geld gesehen.

Obwohl Levis am Samstag vertraglich bestätigte, dass die Investorengruppe den Zahlungen nachkommen würde, deutet alles darauf hin, dass auch kein Geld in Unterhaching ankommen wird. Levis steht im Verdacht schon bei mehreren Geschäften derartige Verträge unterschrieben zu haben, bei denen es nie zur Zahlung kam.

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Fakt ist, dass bei der SpVgg eine noch nicht beglichene Zahlung von über zwei Millionen aussteht. Wenn der ehemalige Bundesligist das Geld bis zum 31. Oktober nicht aufbringen kann, ist der Gang zum Insolvenzverwalter wohl unausweichlich. Erst vergangene Woche hatte der ebenfalls finanziell angeschlagene Drittliga-Konkurrent Rot Weiss Ahlen mit einem Antrag auf Insolvenz auf sich aufmerksam gemacht.

"Wir konzentrieren uns auf das Sportliche", trat Klaus Augenthaler dem Rumoren im Umfeld entgegen. So blieben die Hachinger zum sechsten Mal in Serie ungeschlagen. Nach der Führung durch Marc Nygaard gab es gute Chancen.

"Wir haben in der ersten Hälfte sehr stark gespielt und hätten das 2:0 machen müssen, doch dann wurde der Druck des OFC immer stärker, mit dem Punkt können wir gut leben", meinte der wiedergenesene Mittelfeld-Regisseur Roman Tyce.

Diese Meinung vertrat auch der Trainer: "In der zweiten Halbzeit hat uns etwas der Glaube an den Erfolg gefehlt, aber die Entwicklung der Mannschaft ist weiter positiv."