3. Liga

"Wir haben die Balance"

Saarbrücken: Marcus Mann nennt Gründe für den Aufschwung

"Wir haben die Balance"

Marcus Mann

Seit sechs Spielen unbesiegt: Saarbrückens Kapitän Marcus Mann. imago

kicker: Wie in der vergangenen Saison legte der 1. FCS nach einem Aufstieg erneut einen Fehlstart hin. Diesmal gab es drei Niederlagen am Stück.Wie haben Sie mit Ihrem Team diesmal die Kurve bekommen, Herr Mann?

Marcus Mann: Wir wollten eigent­lich schon ein paar der ersten Spiele gewinnen. Es ist uns aber gleich gezeigt worden, auf was es in der 3. Liga ankommt. Viel­leicht waren wir da insgesamt noch etwas zu unbekümmert. Die Augen sind uns früh geöffnet worden, insofern kann man das mit der Vorsaison vergleichen.

kicker: Was waren die Gründe für den Umschwung?

Mann: Wir haben jetzt die Balance zwischen Defensive und Offen­sive gefunden. In der 3. Liga werden Nachlässigkeiten direkt bestraft. Das haben wir in den ersten Spielen gemerkt und nun größtenteils in den Griff bekom­men, sieht man mal vom 0:3 bei Dynamo Dresden ab.

kicker: Haben da die neuen Spieler wie Christoph Buchner, Martin Forkel und Stephan Sieger etwas mit dazu beigetragen?

Mann: Es geht auf die Dauer in dieser Liga nicht nur mit uner­fahrenen Spielern. Wir haben die Qualität der Zugänge benötigt. Aber auch alle anderen Neu­zugänge haben ihren Teil zum Ganzen beigetragen.

kicker: Dadurch wurde die Kon­kurrenz größer. Etablierte Spieler wie Nico Weißmann, Alexander Otto, Jonathan Zydko oder Nabil Dafi sitzen jetzt häufiger auf der Bank. Was kann ein Kapitän tun, damit die Spieler, die schon länger beim Verein sind, nun bei Laune gehalten werden?

Mann: Da sehe ich keine großen Probleme. Es war schon in den Aufstiegsjahren eine charakter­lich starke Mannschaft. Jetzt, wo Sperren und Verletzungen kom­men, brauchen wir jeden Mann. Das hat man schon bei Jonathan Zydko gegen Ahlen gesehen.

kicker: Nun geht es zumVfR Aalen. Wie schätzen Sie den Mitaufstei­ger zurzeit ein?

Mann: Die Liga ist ausgeglichen, es kann jeder jeden schlagen, auch Aalen. Deshalb müssen wir weiterhin konzentriert bleiben.

Interview: Horst Fried