Regionalliga

Aksoy und Türkiyem gehen getrennte Wege

Sanierung des Vereins hat begonnen

Aksoy und Türkiyem gehen getrennte Wege

Taskin Aksoy

Ab sofort nicht mehr Trainer bei Türkiyemspor: Taskin Aksoy. imago

Inal hatte nach dem Rücktritt des Vorstands vor drei Wochen Kassen­sturz gemacht. Dabei kam heraus, dass Türkiyemspor mit insgesamt 639 360 Euro im tiefroten Zahlen­bereich steckte. Am Sonntag auf einer eiligst einberufenen Krisensitzung kam die Entwarnung: Den ehemaligen Vorständlern wurden zumindest weitgehend Verzichtserklärungen abgerungen.

"Wir sind aus dem Koma erwacht", sagte Aufsichts­rat Mehmet Matur erleichtert. Vier der sieben Ex-Vorstandsmitglieder haben ihre Verzichtserklärungen bereits unterzeichnet, bei den übrigen dreien liegen zumindest schon mal telefonische Zusagen vor. "Statt in die Insolvenz zu gehen, beginnen wir nun mit der Sanie­rung", freut sich Matur.

Hierfür müssen allerdings noch ein paar weitere dicke Brocken bei­seite geräumt werden. Unter ande­rem steht noch eine Forderung des Finanzamtes von etwa 150 000 Euro aus, hier wird eine Tilgung in kleinen Raten angestrebt. An einen Rückzug der Mannschaft aus der Regional­liga verschwendet Türkiyemspor nun keinen Gedanken mehr. Es sieht nach einer Rettung in letzter Sekunde aus.

Aksoy nicht mehr Trainer

Der finanziellen Neuorientierung am Sonntag fiel jedoch der bisherige Trainer Taskin Aksoy zum Opfer. Wie der Verein auf seiner Webseite mitteilte, erfolgte die Trennung, vor dem Hintergrund der stark eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten des Vereins, in beiderseitigem Einvernehmen. Das Training wird ab sofort der bisherige Co-Trainer Kenan Arayici übernehmen.