Int. Fußball

UEFA trennt sich von Boksic

Zukunft von Limacher unklar

UEFA trennt sich von Boksic

Peter Limacher

Ist nach seinen Anschuldigungen gehörig unter Druck geraten: Peter Limacher. picture alliance

"Das ist richtig, wir werden nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten", sagte eine UEFA-Sprecherin am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht des "Stern". Der 32-jährige Kroate soll dem Magazin zufolge zusammen mit seinem Vorgesetzten Peter Limacher Klubs, Verbände und Personen im Profi-Fußball, darunter auch den FC Bayern, mit Unwahrheiten und Verleumdungen diskreditiert haben. Der "Stern" berichtet weiter, dass Boksic auch zwei Kölner Profis der Bestechlichkeit bezichtigt haben soll. Er konnte diese Behauptungen allerdings nicht belegen. Genau wie Bayern München erwägt nun auch der 1. FC Köln rechtliche Schritte wegen Rufschädigung. Dazu würden aber mehr Informationen benötigt, ergänzte FC-Manager Michael Meier.

Nachdem die UEFA nach den Anschuldigungen zunächst auf Konfrontationskurs mit den Bayern gegangen war, hatte sie nach einer Krisensitzung am vergangenen Donnerstag eingelenkt und eine interne Untersuchung der Vorfälle eingeleitet.

Über die Zukunft von Limacher machte die UEFA bisher keine Angaben. "Um die vollständige Unabhängigkeit der damit beauftragten Personen nicht zu kompromittieren, wird die UEFA bis zum Abschluss der Untersuchung in dieser Angelegenheit keine weiteren Erklärungen mehr abgeben", teilte der europäische Dachverband mit.

Limacher ist angeblich auf Falschinformationen von Boksic hereingefallen, auch bei den Vorwürfen, der FC Bayern habe das UEFA-Cup-Spiel 2008 in St. Petersburg (0:4) verkauft. Gegenüber einem spanischen Staatsanwalt hätten Limacher und Boksic von gerichtsfesten Belegen für die Käuflichkeit des FC Bayern gesprochen. Zudem soll es nach den Berichten der UEFA-Ermittler Hausdurchsuchungen bei Uli Hoeneß, Karl Hopfner und einem Spieler gegeben haben. Belege oder gar Beweise für ihre Anschuldigungen hatten Boksic und Limacher nicht erbracht.