Ghanaer trumpft nach Schicksalsschlag im Sommer auf

Der nächste Aufreger für Vorsah - und ein Lob von Simunic

Isaac Vorsah

Eingenetzt: Hoffenheims Isaac Vorsah war der Matchwinner auf St. Pauli. imago

"It was amazing!", freute sich der sonst arg zurückhaltende Vorsah über sein Siegtor auf St. Pauli. Dabei war schon der Sommer für ihn an Aufregungen nicht arm gewesen. Erst die WM mit Ghana, wo er wegen einer Verletzung jedoch nur zwei (recht ordentliche) Spiele bestritt. Kurz danach war die WM-Freude jedoch dahin: Während des Urlaubs in der Heimat wurde aus noch unbekannten Gründen sein jüngerer Bruder vergiftet.

Simunic sagt Vorsah eine große Zukunft voraus

Vorsah verarbeitete den Schicksalsschlag im Stillen und legte sich stattdessen in der Vorbereitung voll ins Zeug. Der 1,96 Meter lange, aber unheimlich antrittsstarke Afrikaner erkämpfte sich in Hoffenheim einen Stammplatz, als er Marvin Compper aus der Innenverteidigung nach links verdrängte. Trainer Ralf Rangnick setzte Vorsah auch schon im defensiven Mittelfeld ein, lobt Schnelligkeit, Athletik, Ruhe, Zweikampfführung, mahnt aber an: "Im Spielaufbau kann er noch besser werden." Gelingt ihm das, könnte vielleicht wirklich eintreten, was sein Abwehrpartner Josip Simunic (32) über Vorsah sagt: "Wenn er so weitermacht, wird er einer der besten Innenverteidiger in Europa."