Gruppe B: Atletico, Rosenborg, Aris Saloniki

Forlan ist der Chef bei den Unberechenbaren

Atletico mit dem Pokal

Premierensieger: Atletico Madrid holte den ersten Titel in der neuen Europa League. imago

Der spanische Traditionsklub Atletico Madrid hat eine kuriose Saison hinter sich. In der Liga lief es überhaupt nicht für das Team von Trainer Quique Sachez Flores, Rang neun war mehr als unbefriedigend. Doch ging's um Pokale, waren die "Rojiblancos" zur Stelle! Atletico gewann die Europa League 2010, im Finale gegen den FC Fulham (2:1 n.V.) wurde Forlan zum Held von Hamburg. Der Uruguayer stellt gemeinsam mit dem Argentinier Sergio Kun Aguero ein Sturmduo der Extraklasse, das Atletico auch ins Finale des spanischen Pokals führte. Diesen Titel sicherte sich letztlich allerdings der FC Sevilla. Der neunmalige spanische Meister, der seine Heimspiele im Estadio Vicente Calderon austrägt, ist in Spanien stets für eine Überraschung gut - positiv wie negativ.

Rosenborg bleibt die Königsklasse verwehrt

Rosenborg Trondheim machte sich in der Vergangenheit als Favoritenschreck in der Champions League einen Namen, so manch großer Klub stolperte über den 21-maligen norwegischen Meister. Diesmal blieb dem amtierenden nationalen Titelträger die Königsklasse verwehrt. In der Qualifikation zog Rosenborg gegen den FC Kopenhagen den Kürzeren. Die Liga in Norwegen ist bereits weit fortgeschritten, nach 21 von 30 Spieltagen liegt Rosenborg mal wieder ganz vorne. Zu den bekannteren Spielern gehören die Angreifer Steffen Iversen, der sich in der englischen Premier League einen Namen machte, sowie der Ex-Rostocker Rade Prica.

Rosenborg Trondheim - Vereinsdaten

Gründungsdatum

19.05.1917

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Atletico Madrid - Vereinsdaten

Gründungsdatum

26.04.1903

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Aris Saloniki - Vereinsdaten

Salonikis Star ist der Trainer

Europa League

Die große Unbekannte in der Gruppe B ist Aris Saloniki. Dreimal gewannen die Griechen den nationalen Meistertitel, international reichte es bisher nur zum Einzug der zweiten Runde im UEFA-Cup 1999/2000 und 2003/2004. In der Qualifikation setzte sich der Tabellenfünfte der abgelaufenen Saison gegen den österreichischen Meisterschaftszweiten Austria Wien durch. Der Star bei Saloniki ist der Trainer. Hector Cuper führte den FC Valencia zweimal ins Finale der Champions League, verlor jedoch 2000 gegen Real Madrid (0:3) und ein Jahr später gegen den FC Bayern (5:6 n.E.). Weitere Stationen waren RCD Mallorca, Betis Sevilla, Inter Mailand, der FC Parma und das Nationalteam Georgiens. Seit November 2009 hat er bei Aris das Sagen.