Bundesliga 2001/02, 33. Spieltag
15:53 - 23. Spielminute

Tor 1:0
Nikl
Kopfball
Vorbereitung Krzynowek
Nürnberg

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Neuville
für Placente
Leverkusen

16:42 - 55. Spielminute

Spielerwechsel
L. Müller
für Paßlack
Nürnberg

16:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel
Sebescen
für Ramelow
Leverkusen

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel
Jesus Junior
für Rink
Nürnberg

17:01 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Stehle
für Kos
Nürnberg

FCN

LEV

33. Spieltag, 1. FC Nürnberg - Bayer Leverkusen 1:0 (1:0)

"Goldköpfchen" Nikl rettet Klassenerhalt

Nach der jüngsten 1:2-Niederlage in Schalke änderte Trainer Klaus Augenthaler seine Anfangself auf zwei Positionen: Für Wolf kehrte Kapitän Kos nach abgelaufener Gelb-Sperre ins Team zurück, Paßlack ersetzte Müller. Bayer musste nach der 1:2-Heimniederlage gegen Bremen auf den Gelb-gesperrten Kirsten verzichten. Gegen die Franken kam Berbatov, am Mittwoch beim Champions-League-Halbfinale in Manchester ( 2:2 ) bereits erste Wahl, für den Goalgetter zum Einsatz und bildete die einzige Spitze. Neuville - gegen Werder noch in der Startformation - blieb zunächst auf der Bank, Coach Klaus Toppmöller setzte mit Zivkovic auf die defensivere Variante und damit auf exakt die gleiche Aufstellung wie gegen ManU.


Das Spiel im Live-Ticker Der 33. Spieltag im Überblick


Beide Mannschaften begannen vor ausverkauftem Haus äußerst verhalten, vor allem Bayer hielt sich merklich zurück. Die Nürnberger standen gut, machten Leverkusen den Spielaufbau mit einer disziplinierten Defensivleistung schwer, in der Vorwärtsbewegung freilich blieb auch bei ihnen zunächst vieles Stückwerk. Nach der schwachen Anfangsviertelstunde gewannen die Franken langsam aber sicher die Oberhand. Rink säbelte bei der ersten guten Angriffsaktion nach Paßlack-Flanke über den Ball (13.), Krzynoweks Freistoß aus aussichtsreicher Position ging über die Querlatte (17.). In der 23. Minute war es dann soweit: Krzynowek zog einen Freistoß von der linken Außenbahn nach innen, Nikl stieg am höchsten und köpfte das Leder aus sieben Metern ins rechte untere Toreck.

Der Tabellenführer wirkte nach dem Rückstand völlig verunsichert. Die sonstigen Aktivposten Bastürk (abwechselnd gegen Frey und Larsen) sowie Schneider (gegen Kos) waren völlig von der Rolle, Zé Roberto gegen den starken Nikl ohne klare Aktion. Und wenn dann doch ein Ball in die Spitze auf Berbatov anzukommen schien, klärte der in den ersten 45 Minuten beste Mann auf dem Feld, Sanneh, in souveräner Art und Weise. Der Amerikaner marschierte in der 40. Minute gar aus der eigenen Hälfte Richtung Bayer-Tor, doch statt zu schießen, passte er quer in den Rücken von Cacau und vergab damit eine gute Einschussmöglichkeit. Eine Minute später versprang Rink das Leder nach Paßlack-Flanke, fünf Meter vor dem Tor konnte Butt im letzten Moment klären. Bei der einzigen Chance der Toppmöller-Elf im ersten Durchgang zielte Berbatov aus 15 Metern knapp über das Tor (45.), so dass es bei der verdienten Halbzeitführung der Nürnberger blieb. Mit der Einwechslung von Neuville für Placente stellte Toppmöller die Zeichen auf Sturm. Und Bayer kam, schnürte den Club in der eigenen Hälfte ein. Schneider (48.), Bastürk (53.) und Ballack (54.) konnten ihre Gelegenheiten in der starken Anfangsviertelstunde des Tabellenführers nicht nutzen. Der "Club" konterte und hatte mehr als ein Mal die Gelegenheit, die Führung auszubauen. Rink zeigte sich in dieser Phase für alle Torchancen der Franken verantwortlich (54., 58. 60.), ein Torerfolg blieb dem Stürmer aber versagt. Der sich zu Beginn der zweiten Hälfte abzeichnende offene Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben hielt auch im weiteren Verlauf der Partie an. Leverkusen blieb Spiel bestimmend, konnte die klare optische Überlegenheit aber meist nicht in Torchancen ummünzen. Berbatov scheiterte bei der besten Bayer-Chance mit einem Pfostenschuss (77.). Bei der Leverkusener Schlussoffensive musste der "Club" kräftig zittern, der gute Torhüter Kampa ließ sich aber nicht bezwingen. Mit einer disziplinierten Mannschaftsleistung sicherten sich die Franken den Klassenerhalt. Gegen zunächst verhalten spielende Leverkusener legten die Nürnberger den Grundstein des Erfolgs mit einer guten ersten Halbzeit. Gegen die Bayer-Offensive nach dem Wechsel hielt der Aufsteiger mit einer starken Abwehrleistung dagegen, rettete den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit.

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend