Bundesliga 2001/02, 32. Spieltag
15:36 - 5. Spielminute

Tor 0:1
Lisztes
Rechtsschuss
Bremen

15:37 - 7. Spielminute

Gelbe Karte
Nowotny
Leverkusen

15:47 - 17. Spielminute

Gelbe Karte
F. Ernst
Bremen

15:51 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Kirsten
Leverkusen

16:02 - 31. Spielminute

Tor 1:1
Zé Roberto
Linksschuss
Vorbereitung Bastürk
Leverkusen

16:09 - 40. Spielminute

Foulelfmeter
Butt
verschossen
Leverkusen

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Berbatov
für Kirsten
Leverkusen

16:48 - 61. Spielminute

Tor 1:2
Ailton
Linksschuss
Vorbereitung Frings
Bremen

16:58 - 71. Spielminute

Spielerwechsel
Sebescen
für Ramelow
Leverkusen

17:07 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Klasnic
für Ailton
Bremen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Zivkovic
für Placente
Leverkusen

17:09 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Wehlage
für Borowski
Bremen

17:14 - 87. Spielminute

Spielerwechsel
Banovic
für Lisztes
Bremen

LEV

BRE

32. Spieltag, Bayer Leverkusen - Werder Bremen 1:2 (1:1)

Ailton schockt Bayer

Nur eine Änderung nahm Leverkusens Coach Klaus Toppmöller nach dem 1:1 beim HSV vor und ließ Kirsten für Berbatov stürmen. Zwei Mal drehte sich das Personalkarussell bei Werder Bremen. Nach dem jüngsten 3:0-Erfolg gegen Schalke konnte Bremens Trainer Thomas Schaaf wieder auf den zuletzt Gelb-gesperrten Lisztes zurückgreifen, für den Wehlage auf die Bank musste. Auf der nahm auch Banovic Platz, für den der defensivere Borowski in die Anfangsformation rutschte.


Das Spiel im Live-Ticker Der 32. Spieltag im Überblick


Bremen begann gut in der BayArena. Mit aggressivem Forechecking unterbanden die Werderaner jeglichen Spielfluss der Leverkusener und hatten zudem noch das Glück, dass sie mit der ersten Chance des Spiels früh in Führung gingen. Lisztes ließ Butt mit einem Sonntagsschuss aus 30 Metern, der im rechten oberen Winkel landete, keine Abwehrchance (5.). Die Schaaf-Schützlinge agierten mit hoher Laufbereitschaft, machten nach hinten geschickt die Räume eng und ließen Bayer so überhaupt nicht ins Spiel kommen. Ailton allein vor Butt hätte den Vorsprung ausbauen können, aber der Keeper verkürzte geschickt den Winkel und rettete (15.). Leverkusen musste kommen, aber die Schaltzentralen im Mittelfeld hatten Sand im Getriebe. Immer wieder rannte die Toppmöller-Truppe gegen die Abwehrmauer der Hansestädter, die diese geschickt ab der Mittellinie aufbaute. Klare Chancen blieben deshalb zunächst aus, auch weil das sonst so starke Flügelspiel mit Zé Roberto und Schneider lahmte und die Spitzen Neuville und Kirsten gegen ihre starken Gegenspieler Verlaat und Krstajic kein Land sahen. Erst nach einer halben Stunde gelang es Bayer, mehr Druck zu erzeugen. Vor allem Bastürk - vorher gegen den bärenstarken Ernst kaum zu sehen - und Zé Roberto tauten nun auf. Es war kein Zufall, dass eben diese beiden die Hauptverantwortlichen des Ausgleichs waren. Bastürk setzte sich am linken Flügel gegen Ernst durch, flankte flach nach innen, wo Zé Roberto am Fünfmeterraum ungedeckt den Gleichstand markierte (32.). Nun diktierte Leverkusen das Spiel, Rost verhinderte den Führungstreffer des Tabellenführers, als er einen von Butt zu schwach getretenen, zweifelhaften Foulelfmeter (Skripnik an Ballack) entschärfte (39.). Auch im zweiten Durchgang waren es die Hanseaten, die besser starteten. Frings und Skripnik setzten erste Ausrufezeichen, Butt rettete gegen beide in glänzender Manier (47.). Erst nach zehn Minuten kam die Bayer-Offensive auf Touren. Ballacks Kopfball kratzte Stalteri von der Linie (55.), ein weiterer Kopfstoß des Nationalspielers landete am Außennetz (57.). Leverkusen setzte nun voll auf Angriff, damit ergaben sich hinten große Lücken, in die Werder bei Kontern immer wieder hineinstieß. Der überragende Frings leitete eine Flanke von Baumann mit dem Kopf auf Ailton weiter, der nutzte diesmal seine Chance und erzielte mit einem Linksschuss aus zehn Metern mit Saisontreffer 16 die erneute Führung (61.). Die hätte Frings wenig später ausbauen können - der beste Mann auf dem Platz ließ sich auch von Lucio nicht aufhalten und verzog nur ganz knapp (64.). Im weiteren Spielverlauf dann immer das gleiche Bild: Leverkusen drängte, ließ dabei aber ein klares Konzept vermissen, Bremen stand mit Mann und Maus hinten drin und sorgte mit Konterspiel über Frings und Ailton für Entlastung. Gegen das Abwehrbollwerk der Werderaner blieben auch in den zweiten 45 Minuten klare Torchancen Mangelware. Ramelow, Berbatov und Neuville vergaben alle Einschussmöglichkeiten des müde wirkenden Liga-Primus. Bremen brachte den Sieg mit Glück und Geschick über die Zeit.

Ein Spiel auf hohem Niveau fand mit Bremen einen nicht unverdienten Sieger. Taktisch diszipliniert und außerordentlich konterstark sicherten sich die Hanseaten gegen eine in der zweiten Halbzeit immer müder wirkende Bayer-Elf den sechsten Auswärtssieg . Knackpunkt des Spiels war der von Butt Ende der ersten Halbzeit vergebene Foulelfmeter. Damit muss Leverkusen wieder um den Meistertitel zittern.

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend