Bundesliga 2001/02, 27. Spieltag
15:50 - 20. Spielminute

Gelbe Karte
Zé Roberto
Leverkusen

15:52 - 22. Spielminute

Gelbe Karte
Berbatov
Leverkusen

16:11 - 41. Spielminute

Tor 0:1
Brdaric
Rechtsschuss
Leverkusen

16:16 - 45. + 2 Spielminute

Tor 0:2
Berbatov
Rechtsschuss
Vorbereitung Bastürk
Leverkusen

16:32 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Adhemar
für Seitz
Stuttgart

16:44 - 59. Spielminute

Gelbe Karte
Ballack
Leverkusen

16:52 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Dundee
für Ganea
Stuttgart

16:58 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Babic
für Zé Roberto
Leverkusen

16:58 - 75. Spielminute

Spielerwechsel (Stuttgart)
Endreß
für Hinkel
Stuttgart

17:04 - 80. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Bordon
Stuttgart

17:08 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Vranjes
für Brdaric
Leverkusen

17:07 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Kirsten
für Berbatov
Leverkusen

VFB

LEV

27. Spieltag, VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 0:2 (0:2)

Brdaric und Berbatov im Duett

Nach der 1:2-Niederlage bei Schalke in letzter Minute konnte Stuttgarts Fußball-Lehrer Felix Magath auf die wiedergenesenen Balakov und Seitz (Rückenprellung bzw. Oberschenkelverletzung auskuriert) zurückgreifen. Für die beiden Rückkehrer in die Startformation mussten Todt und Adhemar weichen. Beim Liga-Primus kündigten Ende der Woche zwei Leistungsträger ihr Mitwirken an, hinter denen zunächst ein Fragezeichen stand. Der in der Champions League gegen Juventus Turin ( 3:1 ) mit einer Knöchel-Blessur verletzt ausgeschiedene Nowotny als auch der in diesem Spiel pausierende Ballack nach abgeklungener Erkältung standen gegen die Schwaben zur Verfügung. Nach dem 2:0-Sieg gegen Cottbus durften drei Akteure von Anfang an ran, die sich gegen Juve in starker Form präsentiert hatten: Brdaric und Berbatov bildeten das Sturmduo für Kirsten und Neuville, Sebescen kam für den Gelb-gesperren Ramelow.


Das Spiel im Live-Ticker Der 27. Spieltag im Überblick


Der VfB hatte in den ersten zehn Minuten gegen den Tabellenführer zwar mehr Ballkontakte, ohne die tief in der eigenen Hälfte stehende Bayer-Elf gefährden zu können. Leverkusen setzte zunächst auf Konter und hätte bei einem sehenswerten Schnellangriff fast die Führung erzielt. Bastürk und Zé Roberto kombinierten im Mittelfeld, der Türke spielte einen tollen Pass in den freien Raum auf Brdaric, der allein auf Hildebrand zulief. Der Stürmer scheiterte bei dem Versuch, den Keeper zu umkurven, der ihm den Ball mit einem Hechtsprung vom Fuß nahm (4.). Brdaric war es auch, der in der zwölften Minute gefährlich vor dem Tor der Schwaben auftauchte, als Zé Roberto eine Flanke von links in den Strafraum zog und Hinkel im allerletzten Moment zur Ecke klären konnte. Ab diesem Zeitpunkt bekam Bayer die Partie - angeführt von Bastürk - in den Griff, überzeugte durch mehr Ballsicherheit, ohne freilich klare Chancen herausspielen zu können. Der VfB bot der Werkself auch wenig Raum zur Entfaltung, zog sein Abwehrnetz immer dichter zusammen, je näher der Gegner sich in Tornähe bewegte. Die Partie plätscherte so bis kurz vor dem Pausenpfiff dahin, als ein Stuttgarter Abwehrfehler den Gästen die Führung bescherte. Sebescen schlug das Leder aus der eigenen Abwehr nach vorne. Bordon verlängerte den Ball mit dem Kopf unfreiwillig in Richtung eigenes Tor, wo sich Brdaric im Zweikampf gegen Wenzel durchsetzte und aus sechs Metern Hildebrand tunnelte (40.). Nach der ersten und einzigen Chance der Schwaben - Seitz zielte nach Hlebs Zuspiel aus 15 Metern am Kasten vorbei - setzte der Spitzenreiter noch einen drauf. Der in den ersten 45 Minuten überragende Bastürk ging am linken Flügel auf und davon, umspielte kurz vor dem Strafraum auch Hinkel und flankte nach innen. Der freigelaufene Berbatov erzielte aus acht Metern ungedeckt mit einem Volleyschuss in den rechten oberen Winkel in der ersten Minute der Nachspielzeit das 0:2. Mit Adhemar für Seitz setzte der VfB nach dem Wechsel auf Offensive und sich in der Hälfte der Leverkusener fest. Bayer zog sich wie zu Beginn der Partie weit in die eigene Abwehr zurück und begnügte sich damit, auf die Aktionen der Schwaben zu reagieren. Die mühten sich zwar redlich, gegen die souveräne Toppmöller-Elf, die das Heft jederzeit fest in der Hand hatte, blieb vieles aber Stückwerk. Ein Fernschuss von Wenzel (53.) bedeutete die einzige Gefahr für das Tor von Bayer in der offensiven Anfangsviertelstunde des VfB nach Wiederanpfiff - und sollte letztlich die gefährlichste Szene für die Schwaben in den gesamten zweiten 45 Minuten bleiben. Gegen die trotz des Champions-League-Auftritts unter der Woche frischer wirkenden Gäste versuchte Trainer Felix Magath zwar, mit der Einwechslung von Dundee für den blassen Ganea für neuen Schwung zu sorgen. Aber auch diese Maßnahme verpuffte gegen die souverän stehende Bayer-Defensive, gegen die sich einzig Hleb mit einigen gekonnten Sololäufen stemmte. Unrühmlicher Höhepunkt einer zweiten Halbzeit, die ansonsten ohne große Aufreger blieb, war die in dieser Saison bereits dritte Gelb-Rote Karte für Bordon, als er Nowotny auflaufen ließ.

Eine wenig berauschende Partie endete mit einem souveränen Erfolg des Tabellenführers. Gegen die harmlosen Schwaben genügte den technisch starken Leverkusener ein Doppelschlag ihres Sturmduos kurz vor dem Wechsel. Bayer ist in dieser Form sicher zu den heißesten Titelanwärtern zu zählen.

Spieler des Spiels

Jens Nowotny Abwehr

2
Spielnote

4,5
Tore und Karten

0:1 Brdaric (41', Rechtsschuss)

0:2 Berbatov (45' +2, Rechtsschuss, Bastürk)

Stuttgart

Hildebrand 3,5 - Hinkel 5 , Wenzel 4,5, Bordon 5 , Gerber 4 - Soldo 3,5, Meißner 4, Hleb 5, Balakov 4, Seitz 4,5 - Ganea 5,5

Leverkusen

Butt 3 - Lucio 2,5, Nowotny 2, Sebescen 3, Placente 2,5 - B. Schneider 3,5, Ballack 3,5 , Bastürk 3, Zé Roberto 3,5 - Brdaric 3 , Berbatov 3,5

Schiedsrichter-Team

Hermann Albrecht Kaufbeuren

4
Spielinfo

Stadion

Gottlieb-Daimler Stadion

Zuschauer

25.000

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend