Bundesliga 2001/02, 23. Spieltag
16:02 - 32. Spielminute

Tor 0:1
Lizarazu
Rechtsschuss
Vorbereitung Jeremies
Bayern

16:11 - 41. Spielminute

Tor 0:2
Elber
Rechtsschuss
Vorbereitung Scholl
Bayern

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Tanko
für Sellimi
Freiburg

16:50 - 65. Spielminute

Spielerwechsel
Ramdane
für F. Bruns
Freiburg

16:57 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
But
für A. Zeyer
Freiburg

16:57 - 72. Spielminute

Spielerwechsel
Paulo Sergio
für Scholl
Bayern

17:06 - 82. Spielminute

Spielerwechsel
Pizarro
für Santa Cruz
Bayern

17:10 - 85. Spielminute

Spielerwechsel
Jancker
für Elber
Bayern

SCF

FCB

23. Spieltag, SC Freiburg - Bayern München 0:2 (0:2)

Die Bayern können's doch noch

Freiburgs Trainer Volker Finke stellte nach der 0:4-Pleite in Rostock wie folgt um: Golz kehrte nach seinem auskurierten Pferdekuss zwischen die Pfosten zurück. Im Angriff stürmte Sellimi an Stelle von Bruns neben Iaschwili. Bruns spielte im Mittelfeld, Willi blieb draußen. Kondé bekam in der Abwehr den Vorzug vor Kruse, und hinter den Spitzen agierte Coulibaly, Ramdane musste weichen. Beim FC Bayern kam es im Vergleich zum 1:1 gegen Dortmund zu folgenden personellen Veränderungen: Santa Cruz kam im Angriff für Jancker, Fink spielte im Mittelfeld für Hargreaves. Die Vierer-Abwehrkette blieb unverändert.


Das Spiel im Live-Ticker Der 23. Spieltag im Überblick


Die Bayern hatten zunächst mehr vom Spiel, agierten druckvoller. Freiburg stand weit zurückgezogen, ließ die Münchner kommen, verzichtete auf frühes Pressing. Nach Balleroberung überbrückten die Breisgauer schnell das Mittelfeld, machten das Spiel breit und versuchten mit Flanken von den Flügeln, zum Erfolg zu kommen. Freilich, Torchancen gab es in der Anfangsviertelstunde für keine der Mannschaften. Die Bayern besaßen ein optisches Übergewicht, taten sich gegen die massierte Freiburger Defensive, in der auch alle Offensivspieler einbezogen waren, aber schwer. Nach gut 25 Minuten klappte das berühmte Kurzpass-Spiel der Freiburger besser, so dass auch die Abwehr der Bayern mehr gefordert wurde. Die besseren (Schuss-)Chancen hatte aber der Deutsche Meister, doch Golz parierte gegen Santa Cruz; Elber und Fink hatten ihr Visier nicht richtig eingestellt, trafen aus aussichtsreichen Positionen das Gehäuse nicht. Besser machte es Lizarazu: Jeremies lupfte in den Strafraum, Zkitischwili ging zu verhalten zum Ball, Lizarazu war schneller und spitzelte die Kugel über den herauslaufenden Golz zur Führung ins Netz (33.). Es war nun ein flottes Spiel, von beiden Seiten mit hoher Dynamik geführt. Als Freiburg in der Schlussphase vor der Pause auf den Ausgleich drängte, setzten die Bayern zum Konter an. Effenberg spielte vom Mittelkreis zu Scholl, der zentral postiert nach rechts zu Elber passte. Der Brasilianer setzte sich gegen Kondé durch und ließ Golz mit rechts aus sechs Metern halbrechter Position keine Chance. Insgesamt eine verdiente Führung der Münchner. Freiburg tat nach Wiederanpfiff mehr für die Offensive, agierte mutiger nach vorne. Die technisch versierten Breisgauer übertrieben jedoch teilweise die Dribblings, waren zu verspielt und nicht geradlinig genug, um zum Erfolg zu kommen. Die in die Defensive gedrückten Bayern lauerten gezwungenermaßen auf Konter, die sie schnell vortrugen. Und die Münchner blieben gefährlich: Santa Cruz bediente Scholl von rechts, dessen Schlenzer aus 17 Metern aber knapp rechts vorbeiging. Und Duplizität der Ereignisse: Wieder Santa Cruz von rechts zu Scholl, wieder Schlenzer, diesmal schärfer, aber an den rechten Außenpfosten. Großes Glück für Golz. Die Partie war interessant wie unterhaltsam. Es gab kein Mittelfeldgeplänkel, das Geschehen spielte sich ausschließlich an und in den Strafräumen ab. Den Breisgauern, die feldüberlegen waren und mehr Ballkontakte hatten, fehlte jedoch die Durchschlagskraft gegen die konzentrierte Bayern-Defensive. Die Münchner wirkten routinierter, abgeklärter und hatten die Mehrzahl an hochkarätigen Einschussmöglichkeiten. So scheiterte Sergio mit einem Kopfball am Pfosten, Finks Nachschuss wurde gerade noch zur Ecke abgeblockt. Kobiaschwili kratzte einen Kopfball von Santa Cruz von der Linie - um nur einen Auszug aufzulisten. Je näher der Schlusspfiff rückte, desto dominanter wurde der FCB, Freiburg zeigte Anzeichen der Resignation, hatte nichts mehr entgegenzusetzen. Ein hoch verdienter Sieg der Münchner, die auch deutlich höher hätten gewinnen können. Freiburg war im Angriff zu harmlos und offenbarte zu viele Schwächen in der Defensive.

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend