Bundesliga 2001/02, 19. Spieltag
15:43 - 15. Spielminute

Gelbe Karte
Bastürk
Leverkusen

16:07 - 39. Spielminute

Gelbe Karte
Ballack
Leverkusen

16:56 - 70. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Baumgart
für di Salvo
Rostock

16:59 - 72. Spielminute

Gelbe Karte
Ramelow
Leverkusen

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Berbatov
für Neuville
Leverkusen

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Brdaric
für Kirsten
Leverkusen

17:03 - 76. Spielminute

Tor 1:0
Zivkovic
Linksschuss
Vorbereitung B. Schneider
Leverkusen

17:06 - 80. Spielminute

Tor 2:0
Ballack
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Brdaric
Leverkusen

17:12 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Hirsch
für Weilandt
Rostock

17:11 - 85. Spielminute

Spielerwechsel (Leverkusen)
Vranjes
für Bastürk
Leverkusen

17:12 - 86. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Arvidsson
für Rydlewicz
Rostock

LEV

ROS

19. Spieltag, Bayer Leverkusen - Hansa Rostock 2:0 (0:0)

Geduld von Bayer wurde belohnt

Wieder einmal zeigte Bayer-Coach Klaus Toppmöller seine Abneigung gegenüber der Rotation. Er vertraute exakt auf die Elf, die auch im DFB-Pokal in Hannover mit 2:1 erfolgreich war. Zivkovic erhielt erneut den Vorzug als Lucio-Vertreter vor Kleine. Der Brasilianer ist weiterhin mit einer Fußverletzung außer Gefecht. In seinem ersten Bundesligaspiel als Trainer stellte Armin Veh eine äußerst offensive Hansa-Truppe auf. Überraschend bekam Salou als Mittelstürmer eine Chance, di Salvo und Rydlewicz kamen über die Flügel. Neueinkauf Marco Haber blieb zunächst auf der Bank.

Trotz Lucios verletzungsbedingtem Ausfall behielt Toppmöller seine riskante Taktik mit nur zwei Verteidigern bei. Über die Flügel machten wie gewohnt Zé Roberto links und Schneider auf der rechten Seite Druck. Mit einem 4-3-3-System liefen die Gäste aus Rostock auf. Die drei Angreifer sollten von Wibran, Weilandt und Lantz bedient werden, die das Mittelfeld besetzten.


Das Spiel im Live-Ticker Der 19. Spieltag im Überblick


Die Rostocker zeigten zu Beginn der Partie wenig Respekt und spielten frech nach vorne. Di Salvo hatte nach wenigen Minuten eine gute Chance, als er bei einem Konter von der Mittellinie lossprintete und zum Abschluss kam. Bayer-Keeper Butt konnte den etwas kraftlosen Schuss aber zur Ecke klären. Die offensive Spielweise der Gäste eröffnete dem Spitzenreiter aber auch viele Räume, die vor allem Zé Roberto und der schnelle Neuville geschickt zu nutzen wussten. So erspielten sich die Hausherren mit der Zeit ein Übergewicht im Mittelfeld, doch echte Torchancen blieben Mangelware. Die größte Gelegenheit ergab sich in der 32. Minute, als Ramelow aus dem halbrechten Mittelfeld in den Strafraum flankte und Kirsten zum Kopfball kam. Die Latte rettete allerdings für den geschlagenen Hansa-Keeper Schober. Die Rostocker zeigten mit zunehmender Spieldauer kaum noch Bemühen, das Spiel mitzugestalten und verlegten sich ganz aufs Kontern.

Nicht die Toppmöller-Elf, sondern die Gäste von der Ostsee kamen agiler aus der Kabine. Wie schon zu Beginn der ersten Hälfte gelangen ihnen schnelle, gefährliche Vorstöße Richtung Tor von Hans-Jörg Butt. Diese Offensivbemühungen verebbten allerdings ebenso zeitig wie in der ersten Halbzeit, und die Bayer-Elf übernahm wieder klar das Geschehen in der BayArena. Weiterhin konterten die Gäste jedoch gefährlich, wie in der 57. Minute, als di Salvo und Jakobsson sich nach einem Maul-Freistoß gegenseitig aus kurzer Distanz am Führungstreffer hinderten. Der Tabellenführer seinerseits fand kaum ein Mittel gegen die weiterhin sehr gut stehende Abwehr von Hansa Rostock. Lediglich mit hohen Flanken konnte man die Gästeabwehr in Schwierigkeiten bringen, so in der 67. Minute, als ein schöner Ballack-Kopfball nach Flanke von der rechten Seite durch Schneider den Außenpfosten touchierte. Trotz des zum Spielende hin ständig wachsenden Drucks von Bayer war der Führungstreffer von Zivkovic (76. Minute) unglücklich für die Rostocker, die so doch noch um die Früchte ihrer guten Leistung gebracht zu werden schienen. Nach einer Ecke von Schneider von der linken Seite prallte der Ball im Fünfmeterraum im Getümmel an den Oberschenkel von Brdaric, danach noch an Zivkovic und von dort ins Tor. Kurze Zeit später war das bittere Ende für die Gäste dann besiegelt, als Lange Brdaric im Strafraum unnötig umrempelte und Schiedsrichter Dr. Fleischer auf Elfmeter entschied, den Ballack sicher verwandelte (80. Minute). Erst danach sah man den aus der Hinrunde bekannten Kombinationsfußball der Leverkusener, obgleich es gegen die nun aufsteckenden Rostocker zu keinem weiteren Treffer mehr kam.

Für die 75 Minuten lang gut organisierten und clever stehenden Gäste war es am Ende ein unglücklicher Punkteverlust, zumal man bis dahin auch hätte in Führung gehen können. Leverkusen muss man zu Gute halten, dass sie geduldig auf Schwächen der Gäste warteten und diese dann eiskalt nutzten.

Spieler des Spiels

Jens Nowotny Abwehr

1,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Zivkovic (76', Linksschuss, B. Schneider)

2:0 Ballack (80', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Brdaric)

Leverkusen

Butt 2,5 - Zivkovic 3,5 , Nowotny 1,5 - B. Schneider 4, Ramelow 3,5 , Placente 4, Ballack 2,5 , Bastürk 4 , Zé Roberto 3 - Kirsten 3,5 , Neuville 4

Rostock

Schober 3 - T. Lange 5, Jakobsson 3, Kai Oswald 3, Maul 3,5 - Lantz 4, Weilandt 4,5 , Wibraan 4, Rydlewicz 3,5 - Salou 5, di Salvo 4,5

Schiedsrichter-Team

Dr. Helmut Fleischer Sigmertshausen

4
Spielinfo

Stadion

BayArena

Zuschauer

22.500 (ausverkauft)

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend