Bundesliga 2001/02, 17. Spieltag
15:51 - 22. Spielminute

Gelbe Karte
Lantz
Rostock

15:52 - 23. Spielminute

Gelbe Karte
R. Kovac
Bayern

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
N. Kovac
für R. Kovac
Bayern

16:42 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Linke
Bayern

16:52 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Scholl
für Zickler
Bayern

16:58 - 73. Spielminute

Gelbe Karte
Yasser
Rostock

17:04 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Jancker
für Elber
Bayern

17:04 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Jancker
Bayern

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Hirsch
für Yasser
Rostock

17:09 - 84. Spielminute

Gelbe Karte
Effenberg
Bayern

17:12 - 86. Spielminute

Tor 1:0
Hirsch
Linksschuss
Vorbereitung Beierle
Rostock

17:15 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Fink
Bayern

17:18 - 90. + 2 Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Weilandt
für Wibraan
Rostock

17:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel (Rostock)
Kovacec
für Arvidsson
Rostock

ROS

FCB

17. Spieltag, Hansa Rostock - Bayern München 1:0 (0:0)

Hirsch lässt Hansa strahlen

Rostocks Interimscoach Juri Schlünz stellte seine Anfangsformation im Vergleich zum jüngsten 2:2-Auswärtserfolg bei Borussia Mönchengladbach nur auf einer Position um: In der Abwehr begann Oswald an Stelle von Schröder. Beim FC Bayern München kam es nach dem 2:0-Sieg im DFB-Pokal in Osnabrück zu folgenden Änderungen: Kahn stand wieder zwischen den Pfosten, Hargreaves begann im Mittelfeld, weshalb Niko Kovac weichen musste. Im Angriff bot Trainer Ottmar Hitzfeld Pizarro und Elber auf, nachdem am Mittwoch noch Sergio und Jancker in der Startformation standen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 17. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Dietmar Hirsch Abwehr

2
Spielnote

4
Tore und Karten

1:0 Hirsch (86', Linksschuss, Beierle)

Rostock

Schober 3 - T. Lange 3,5, Jakobsson 2,5, Kai Oswald 3,5, Emara 4 - Rydlewicz 3,5, Lantz 3,5 , Wibraan 4,5 , Yasser 4 - Beierle 4, Arvidsson 4,5

Bayern

Kahn 3 - Thiam 3, Linke 3,5 , R. Kovac 2,5 , Tarnat 3,5 - Hargreaves 5, Fink 4 , Effenberg 4,5 - Zickler 4,5 , Elber 5 , Pizarro 5

Schiedsrichter-Team

Edgar Steinborn Sinzig

3,5
Spielinfo

Stadion

Ostseestadion

Zuschauer

29.500 (ausverkauft)

Die Partie im erstmals nach dem Umbau ausverkauften Ostseestadion begann sehr zerfahren. Hektik und Nervosität ersetzten auf beiden Seiten einen geordneten Spielaufbau. Ein ums andere Mal stellten die Abwehrreihen ihre Kontrahenten ins Abseits. Die Bayern taten sich gegen die sehr engagierten und kompromisslosen Hanseaten schwer, die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Rostock wiederum agierte in der Münchner Hälfte überhastet und leistete sich zu viele Abspielfehler. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Nicklichkeiten, zahlreiche Freistoß-Unterbrechungen verhinderten ein ansehnlicheres Spiel. Kampf und Krampf statt Rasse und Klasse bestimmten die Aktionen. Die höhere Lauf- und Einsatzbereitschaft zeigte Hansa, der FCB versuchte zumindest ansatzweise, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, war aber gegen bissige Rostocker zu einfallslos. Auch das Spiel ohne Ball wurde vernachlässigt, so dass zu wenige Anspielstationen vorhanden waren. Abgesehen von zwei Schusschancen für Elber (18., 14 Meter, links vorbei) und Zickler (20., 13 Meter, Schober pariert) blieb die erste Halbzeit frei von Einschussmöglichkeiten. Nach der Pause kam bei den Bayern Niko Kovac für seinen Bruder Robert, der sich eine Rippenverletzung zuzog, eventuell gar einen Rippenbruch. In der 51. Minute gab's die erste Chance für Rostock, als Jakobsson einen Freistoß aus 25 Metern zentraler Position mit starkem Rechtsdrall flach aufs Bayern-Tor schoss. Kahn rettete spektakulär per Fußabwehr. Ansonsten blieb zunächst alles beim Alten. Rostock agierte aus einer kompakten und aufmerksamen Defensive, war insgesamt das aktivere Team. Der deutsche Meister spielte mit zu wenig Herz und zu wenigen Ideen in der Offensive. Nach wie vor wurden die Zweikämpfe von beiden Seiten verbissen geführt. Schön war's nicht, was die beiden Mannschaften boten, an Engagement und Einsatz fehlte es aber nicht. Nach einer guten Stunde kamen die Bayern etwas stärker auf, Hansa musste dem hohen Tempo der ersten 60 Minuten Tribut zollen, die Kräfte schwanden ein wenig. Die Rostocker zogen ihr aggressives Pressing nun erst an der Mittellinie auf. Die Bayern nisteten sich mehr und mehr in Rostocks Hälfte ein, konnten sich aber nicht entscheidend durchsetzen - Torchancen: Fehlanzeige. Die Hanseaten blieben in der Rückwärtsbewegung weiter sehr diszipliniert, bei Bedarf beteiligten sich alle zehn Feldspieler an der Abwehrarbeit. Nach vorne wurde nur noch auf Konter gesetzt, zu stark wurde der Druck des FCB. Allerdings blieb "die beste Mannschaft der Welt", wie sich die Bayern gerne selbst nennen, in ihren Angriffsbemühungen nahezu alles schuldig. Die Aktionen waren stets zu durchsichtig, nicht mit der nötigen Entschlossenheit geführt. Die Stürmer bekamen keine Vorlagen, hingen förmlich in der Luft. Und dann wurden die Münchner kurz vor Schluss bitter bestraft: Rydlewicz brachte eine Ecke von rechts herein, Beierle verlängerte per Kopf, und der eben eingewechselte Hirsch vollendete flach aus sechs Metern. Auf Grund der kämpferisch tadellosen Leistung setzte sich Rostock in einer höhepunktarmen Partie gegen enttäuschende Münchner nicht unverdient durch. Die Bayern sind nun bereits seit fünf Spielen in der Bundesliga ohne Sieg. Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend