Bundesliga 2001/02, 16. Spieltag
15:41 - 11. Spielminute

Tor 1:0
Pizarro
Kopfball
Vorbereitung Scholl
Bayern

15:48 - 17. Spielminute

Tor 2:0
Elber
Kopfball
Vorbereitung Lizarazu
Bayern

15:54 - 25. Spielminute

Spielerwechsel
Rau
für S. Schnoor
Wolfsburg

16:12 - 43. Spielminute

Gelbe Karte
N. Kovac
Bayern

16:14 - 44. Spielminute

Tor 2:1
T. Maric
Linksschuss
Vorbereitung Kryger
Wolfsburg

16:39 - 52. Spielminute

Tor 2:2
Kühbauer
Rechtsschuss
Wolfsburg

16:42 - 56. Spielminute

Tor 3:2
Pizarro
Rechtsschuss
Bayern

16:46 - 60. Spielminute

Spielerwechsel
Paulo Sergio
für Scholl
Bayern

16:55 - 69. Spielminute

Spielerwechsel
Zickler
für Pizarro
Bayern

16:57 - 70. Spielminute

Tor 3:3
T. Maric
Rechtsschuss
Vorbereitung Rau
Wolfsburg

17:00 - 75. Spielminute

Spielerwechsel
Jancker
für N. Kovac
Bayern

17:00 - 75. Spielminute

Gelbe Karte
Franz
Wolfsburg

17:03 - 78. Spielminute

Gelbe Karte
Lizarazu
Bayern

17:09 - 83. Spielminute

Spielerwechsel
Klimowicz
für T. Maric
Wolfsburg

17:08 - 83. Spielminute

Gelbe Karte
Kryger
Wolfsburg

17:16 - 90. Spielminute

Spielerwechsel
H. Sarpei
für Ponte
Wolfsburg

17:16 - 90. Spielminute

Gelbe Karte
Munteanu
Wolfsburg

FCB

WOB

16. Spieltag, Bayern München - VfL Wolfsburg 3:3 (2:1)

Pizarro und Maric im Doppelpack

Nach dem spielerisch dürftigen, aber höchst effizienten 1:0 in Nantes in der Champions League änderte Bayerns Trainer Ottmar Hitzfeld seine Startformation wie folgt: Scholl stand nach langer Verletzungspause wieder auf dem Feld, Sergio musste weichen. Im defensiven Mittelfeld kam Thiam für Fink, im Angriff stürmte Elber an Stelle von Jancker neben Pizarro. Wolfsburg trat bis dato vier Mal gegen den deutschen Meister im Olympiastadion an - und verlor vier Mal. Um diese schwarze Serie zu beenden, setzte VfL-Trainer Wolf auf die beim 2:1-Erfolg in Rostock siegreiche Elf. Einzige Ausnahme: Ponte kehrte nach abgebrummter Gelb-Sperre zurück, Müller blieb draußen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 16. Spieltag im Überblick


Von Anbeginn ließen die Bayern keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause im Olympiapark ist. Hellwach und mit zuletzt vermisstem Spielwitz, allen voran von Scholl, drängten sie Wolfsburg in deren Hälfte. Der VfL hatte Mühe, auch nur ein wenig Ordnung in die eigenen Aktionen zu bringen, da lag er auch schon zurück. Scholl flankte von der rechten Strafraumseite weit in den 16-Meter-Raum, wo Pizarro aus vier Metern freistehend gegen die Laufrichtung von Reitmaier hoch ins rechte Eck köpfte (11.). Wolfsburg agierte teils konfus, leistete sich eine hohe Fehlpassquote, wohingegen die Bayern nur sieben Minuten nach der Führung für ihr engagiertes Spiel erneut belohnt wurden: Diesmal war es Lizarazu, der von der linken Grundlinie flanken durfte. Elber stand am Fünf-Meter-Raum ungedeckt und köpfte ohne Mühe zum 2:0 ein. Hatten die Bayern in den ersten 25 Minuten Katz und Maus mit den Norddeutschen gespielt, die viel zu wenig Gegenwehr leisteten und in der Abwehr manchmal fahrlässig agierten, so schaltete der Weltpokalsieger danach einen Gang zurück, tat nicht mehr als nötig gegen weiterhin harmlose Wolfsburger. Das Spiel plätscherte vor sich hin, als befände es sich in der Schlussphase und beide Teams hätten sich mit dem Ergebnis arrangiert, als Maric nach missglückter Abwehr von Lizarazu aus 17 Metern zum Schuss kam und völlig überraschend mit links ins rechte Eck verkürzte. Beide Teams kamen zur zweiten Hälfte personell unverändert aus der Kabine. Verändert dagegen hat sich die Einsatzbereitschaft. Die Zweikämpfe wurden aggressiver geführt, Wolfsburg war etwas mutiger, und auch die Münchner taten wieder mehr für die Offensive. Zwangsläufig ergaben sich hüben wie drüben Torchancen - und auch Tore: Zunächst glich der VfL aus: Thiam wehrte per Kopf nach Ecke von Munteanu in die Mitte ab, dort stand Kühbauer; der zog aus 19 Metern ab und der Aufsetzer ging bogenförmig ins linke Eck. Doch nur kurze Zeit später schlugen die Bayern zurück. Pizarro mit seinem 10. Saisontreffer erzielte mit einem Flachschuss ins linke Eck die erneute Führung. Das Spiel war nun völlig offen. Beide Mannschaften kombinierten schnell durchs Mittelfeld, versuchten mit flachen Steilpässen die gegnerische Abwehr zu knacken. Doch die Defensivreihen waren konzentriert, setzten sich fast immer gegen die Kontrahenten durch, so dass echte Torchancen Mangelware waren. Der VfL steckte nicht auf, ging hohes Tempo, spielte couragiert und drängte auf den Ausgleich, der in der 72. Minute prompt gelang. Nach einer Ablage von Rau schnippelte Maric den Ball vom linken Strafraumeck hoch in den rechten Torwinkel. Keine Abwehrchance für Wessels. Die Bayern bekamen schwere Beine, fanden nicht zu ihrem Spiel, wohingegen Wolfsburg weiter Druck machte, frischer wirkte. Die Münchner Angriffe im Schluss-Spurt waren wenig durchdacht. Erst in den allerletzten Minuten taten sich nochmal Chancen für den nun wütend anrennenden FCB auf, doch Zickler, Lizarazu und Jancker scheiterten mit ihren Kopfbällen teils kläglich. Die Bayern überzeugten nur in den ersten 25 Minuten. Auf Grund ihrer pomadigen Spielweise danach und dem Unvermögen, sich gegen in der zweiten Hälfte aufopferungsvoll kämpfende Wolfsburger durchzusetzen, wäre ein Sieg, der zum Schluss möglich war, nicht verdient gewesen. Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend