Bundesliga 2001/02, 15. Spieltag
15:50 - 21. Spielminute

Gelbe Karte
Bastürk
Leverkusen

16:02 - 32. Spielminute

Gelbe Karte
F. Ernst
Bremen

16:03 - 34. Spielminute

Gelbe Karte
Verlaat
Bremen

16:05 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Ballack
Leverkusen

16:08 - 38. Spielminute

Tor 0:1
B. Schneider
Linksschuss
Vorbereitung Ballack
Leverkusen

16:10 - 39. Spielminute

Tor 1:1
M. Bode
Linksschuss
Vorbereitung Ailton
Bremen

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel
Zivkovic
für Bastürk
Leverkusen

16:38 - 52. Spielminute

Gelbe Karte
Ramelow
Leverkusen

16:44 - 58. Spielminute

Tor 2:1
Verlaat
Kopfball
Vorbereitung Lisztes
Bremen

16:53 - 68. Spielminute

Gelbe Karte
Kirsten
Leverkusen

16:57 - 70. Spielminute

Rote Karte
Nowotny
Leverkusen

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Sebescen
für Placente
Leverkusen

17:00 - 74. Spielminute

Spielerwechsel
Berbatov
für Kirsten
Leverkusen

17:05 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Zivkovic
Leverkusen

17:06 - 80. Spielminute

Gelbe Karte
Stalteri
Bremen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel
Stalteri
für Verlaat
Bremen

17:12 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Zé Roberto
Leverkusen

BRE

LEV

15. Spieltag, Werder Bremen - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Bremen lässt Bayers Siegesserie reißen

Von Rotation keine Spur im Bremer Weserstadion: Leverkusens Trainer Toppmöller nahm Sebescen aus der Mannschaft, der wieder genesene Schneider nahm seine Position auf der rechten Flanke ein. Ansonsten spielte die Mannschaft mit der selben Aufstellung wie am Donnerstag bei der 0:4-Niederlage in Turin . Thomas Schaaf, Coach der derzeit groß aufspielenden Bremer, sah nach Siegen über Meister Bayern (1:0) und Pokalsieger Schalke (4:1) keine Veranlassung, umzustellen. Somit bekamen die 32.100 Zuschauer beim Auftritt des noch ungeschlagenen Tabellenführers auch das Duell der deutschen Mittelfeld-Hoffnungsträger Frings und Ballack zu sehen.


Das Spiel im Live-Ticker Der 15. Spieltag im Überblick


Wie so oft, wenn zwei starke Teams aufeinander treffen, neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken. Zudem waren den Bayer-Profis die Strapazen des verlängerten Turin-Ausflugs deutlich anzumerken. Im Spiel nach vorne kam nur wenig zu Stande, vor allem Ballack hielt sich anfangs ausschließlich in der eigenen Hälfte auf und versäumte es so, dem Spiel seiner Mannschaft Impulse zu verleihen. Defensiv stand die Toppmöller-Elf dafür gewohnt sicher, so dass Frings, Ailton und Bode wenig Raum für ihre gefährlichen Konter hatten, die ihnen am vergangenen Samstag in der Arena „AufSchalke“ den Erfolg bescherten. Der finale, Torchancen bringende Pass wollte lange Zeit keiner Mannschaft gelingen. Dazu verhinderten beide Schiedsrichter-Assistenten mit einigen falschen Abseits-Entscheidungen vielversprechende Torgelegenheiten. Mit zunehmender Spieldauer verflachte die Partie weiter, Butt und Rost verlebten beschäftigungslose erste 35 Minuten. Binnen 60 Sekunden sorgten dann die Tore von Schneider und Bode für eine emotionale Achterbahnfahrt: Erst durfte Toppmöller jubeln, dann sorgte Bode mit seinem 98. Tor im Werder-Trikot für die schnelle Ernüchterung. Mit diesem Treffer avancierte der Nationalspieler zum erfolgreichsten Bremer Torschützen in der Bundesliga-Historie der Grün-Weißen.

Etwas elanvoller begann der zweite Durchgang: Zunächst waren es die Top-Torjäger auf beiden Seiten, Ailton und Kirsten, die die ersten nennenswerten Möglichkeiten besaßen und vergaben. Für die verdiente Führung der Gastgeber sorgte mit Verlaat dann aber ein Verteidiger. Gegen den Kopfball des Holländers hatte Butt keine Chance. Für Emotionen sorgte weiter aber mehr das Schiedsrichtergespann, denn das Spiel an sich. Immer wieder kam es zu Rangeleien, bei denen sich der Referee in Diskussionen verwickeln ließ und dabei notwendige Souveränität vermissen ließ. Immerhin zog Keßler seine kleinliche, kompromisslose Linie konsequent durch. Eine Rangelei zwischen Nowotny und Ailton bewertete er als Notbremse und schickte den Bayer-Kapitän vom Feld. Höhepunkt war die verzögerte Einwechslung von Stalteri, als er dem Kanadier das Betreten des Spielfelds zunächst verweigerte und erst nach einer halben Minute erlaubte. Selbst mit dem Abpfiff nahm es der Unparteiische ganz genau, nach jeweils exakt 45 Minuten beendete er das Treiben auf dem Rasen. Beinah wäre der Sieg der Bremer in dem ganzen Trubel untergegangen, schlussendlich fehlte den Leverkusenern die Frische, sich gegen die Niederlage zu stemmen.

Im 15. Spiel ist damit die Serie des Spitzenreiters gerissen, nach Meister und Pokalsieger stellten die Bremer auch dem Tabellenführer ein Bein und setzten ihren Höhenflug in der Bundesliga fort.

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend