Bundesliga 2001/02, 11. Spieltag
15:33 - 3. Spielminute

Tor 0:1
Kehl
Linksschuss
Vorbereitung Iashvili
Freiburg

15:40 - 10. Spielminute

Tor 1:1
Münch
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung van Houdt
Gladbach

15:49 - 19. Spielminute

Gelbe Karte
B. Kruse
Freiburg

16:06 - 37. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Asanin
für Korell
Gladbach

16:48 - 58. Spielminute

Gelbe Karte
Kehl
Freiburg

16:50 - 58. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Kaufmann
für T. Willi
Freiburg

16:51 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
van Lent
für Mieciel
Gladbach

16:52 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Ramdane
für Iashvili
Freiburg

16:53 - 65. Spielminute

Tor 1:2
Sellimi
Linksschuss
Vorbereitung B. Kruse
Freiburg

16:59 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Gerber
für Hermel
Freiburg

17:01 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Ulich
für Eberl
Gladbach

17:10 - 81. Spielminute

Tor 2:2
Witeczek
Linksschuss
Vorbereitung P. Nielsen
Gladbach

BMG

SCF

11. Spieltag, Bor. M'gladbach - SC Freiburg 2:2 (1:1)

Witeczek rettet Fohlenelf

Der Gladbacher Trainer Hans Meyer vertraute genau der Startformation, die beim Auswärtserfolg in Nürnberg (2:1) aufgelaufen war. Bei den am vergangenen Spieltag ebenfalls auswärts siegreichen Freiburgern (2:0 in Dortmund) musste Coach Volker Finke auf Coulibaly (Verdacht auf Ermüdungsbruch oberhalb des Sprunggelenks) verzichten, für den Iaschwili in die Anfangself kam. Des Weiteren lief bei den Breisgauern Sellimi für Ramdane auf.


Das Spiel im Live-Ticker Der 11. Spieltag im Überblick


Die Partie am Bökelberg begann mit einem Paukenschlag: In der dritten Spielminute brachte But einen Eckball von der rechten Seite nach innen, Eberl sprang am Leder vorbei. Der Ball prallte von Iaschwili zu dem in der Mitte ungedeckten Kehl, der mit einem wuchtigen Linksschuss unter die Latte für die frühe Führung der Breisgauer sorgte. Die Heimelf reagierte keineswegs geschockt, ergriff sofort die Initiative und wurde alsbald belohnt. Der in der Anfangsphase sehr agile van Houdt setzte sich am Fünf-Meter-Raum geschickt ein und wurde von Golz zu Fall gebracht. Schiedsrichter Merk zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß, den Münch sicher zum Ausgleich verwandelte (10.). In der Folge erkämpfte sich Gladbach ein optisches Übergewicht, auch deshalb, weil Freiburg sich tief in der eigenen Hälfte staffelte und auf Konter lauerte. Die Heimelf versuchte, mit konsequentem Flügelspiel Löcher in die engmaschige Deckung des SC zu reißen, was nur teilweise gelang, weil sowohl Korzynietz von Kruse als auch van Houdt von Diarra gut bewacht wurden. Im Mittelfeld fehlte dem Spiel der Fohlen ein echter Regisseur, weder Nielsen noch Witeczek konnten dieser Aufgabe gerecht werden. So blieben klare Chancen der Meyer-Schützlinge Mangelware, brenzlich wurde es für die Freiburger Abwehr eigentlich nur nach Standardsituationen, wenn Mieciel in der Mitte gesucht wurde. Auf der anderen Seite wurde es immer dann gefährlich, wenn sich Kehl als Initiator des technisch guten Freiburger Spiels einbrachte oder gar als Angreifer in Szene setzte. So scheiterten Willi mit einem Alleingang von der Mittellinie an Stiel und der Jung-Nationalspieler selbst bei der besten Möglichkeit der Gäste mit einem Kopfball nach Ecke von But an Münch, der das Leder gerade noch von der Linie kratzen konnte (33.).

Nach dem Pausentee verstärkte die Heimelf zunächst den Druck und kam auch zu zwei hochkarätigen Chancen, die jedoch Mieciel nicht nutzen konnte (54.). Der Pole kam nach toller Vorarbeit von Korzynietz in der Mitte aus acht Metern frei zum Schuss, scheiterte aber zunächst an Golz und im Nachschuss an dem am Boden liegenden Willi, der mit der Hacke den Rückstand seiner Elf verhinderte. Wenig später konnte van Houdt einen Drehschuss aus acht Metern nicht im Tor unterbringen, als er eine Flanke von Eberl volley nahm, dabei den Ball aber nicht voll traf (57.). Gladbach bekam das Spiel nun immer mehr in den Griff, Freiburg war in dieser Phase zu passiv. Überraschend deshalb die erneute Führung des SC, als Ramdane parallel zum Strafraum flankte und die Gladbacher das Leder nicht aus der Gefahrenzone brachten. Nach einigem Durcheinander stand Kruse plötzlich allein vor Stiel, der zwar dessen Schuss großartig abwehrte, beim Nachschuss von Sellimi aber ohne Chance war (65.). Dieser Führungstreffer brachte die Heimelf aus dem Konzept, die Finke-Elf gewann nun immer mehr Sicherheit und wirkte souverän. Freiburg hätte die Partie sicher nach Hause schaukeln können, hätte nicht ein Fehler des ansonsten vorzüglich spielenden Kehl durch Witeczek den Gleichstand gebracht, als der Nationalspieler das Leder am eigenen Strafraum vertändelte und der Gladbacher Kapitän mit einem Schuss ins lange Eck erfolgreich war, bei dem Golz nicht gut aussah (81.). Der erneute Ausgleich war die Initialzündung für die Schlussoffensive des Neulings, doch der durchaus mögliche Siegtreffer wollte nicht mehr fallen.

Die Partie endete mit einem verdienten Unentschieden, das freilich beiden Mannschaften wenig hilft. Freiburg wirkte technisch reifer, Gladbach hielt mit hohem Aufwand kämpferisch dagegen.

Spieler des Spiels

Tobias Willi Mittelfeld

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Kehl (3', Linksschuss, Iashvili)

1:1 Münch (10', Foulelfmeter, Linksschuss, van Houdt)

1:2 Sellimi (65', Linksschuss, B. Kruse)

2:2 Witeczek (81', Linksschuss, P. Nielsen)

Gladbach

Stiel 3 - Eberl 4 , Korell 3,5 , Pletsch 4, Münch 3 - P. Nielsen 3, Hausweiler 4, Witeczek 3 , Korzynietz 3,5, van Houdt 4 - Mieciel 4

Freiburg

Golz 4 - Kondé 3,5, Diarra 3,5, B. Kruse 3,5 - T. Willi 2,5 , Kehl 3,5 , Hermel 4 , Kobiashvili 4 , But 4 - Sellimi 3,5 , Iashvili 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

4
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

27.876

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend