Bundesliga 2001/02, 9. Spieltag
15:39 - 10. Spielminute

Gelbe Karte
Rahn
St. Pauli

15:45 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Marcao
Kopfball
Vorbereitung Rahn
St. Pauli

15:46 - 16. Spielminute

Gelbe Karte
Marcao
St. Pauli

16:10 - 40. Spielminute

Tor 1:1
Kobiashvili
Foulelfmeter,
Linksschuss
Vorbereitung A. Zeyer
Freiburg

16:15 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Bajramovic
St. Pauli

16:42 - 57. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Trulsen
für Deniz Baris
St. Pauli

16:47 - 61. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Tskitishvili
für T. Willi
Freiburg

16:52 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Patschinski
für Marcao
St. Pauli

16:57 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
Gerber
für Tanko
Freiburg

16:59 - 74. Spielminute

Tor 2:1
Iashvili
Linksschuss
Vorbereitung Tskitishvili
Freiburg

17:01 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (St. Pauli)
Konetzke
für Amadou
St. Pauli

17:06 - 81. Spielminute

Tor 2:2
Konetzke
Rechtsschuss
Vorbereitung Trulsen
St. Pauli

17:08 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Freiburg)
F. Bruns
für St. Müller
Freiburg

SCF

STP

9. Spieltag, SC Freiburg - FC St. Pauli 2:2 (1:1)

Joker Konetzke traf

Freiburgs Trainer Volker Finke musste sein Team gegenüber dem 1:4 gegen Bayer Leverkusen umstellen. Für Diarra und Coulibaly, die beide für die Nationalelf Malis im Einsatz waren, rückten Müller und But in die Startformation. Des Weiteren spielte Willi für Zkitischwili und auch Kehl konnte nach überstandener Muskelverhärtung mitwirken. Für den Nationalspieler blieb Hermel auf der Bank. Auch beim Aufsteiger St. Pauli gab es gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund personelle Änderungen. Die zuletzt enttäuschenden Kolinger und Rath mussten auf der Bank Platz nehmen, Bajramovic und Rahn spielten von Beginn an.


Das Spiel im Live-Ticker Der 9. Spieltag auf einen Blick


Die Umstellungen bei den Freiburgern zogen keine Änderungen in der taktischen Formation nach sich. Kehl rückte wieder vor Kondé und Müller, bildete mit Zeyer die defensive Absicherung. Tanko und But sollten im Mittelfeld das Spiel ankurbeln, Sellimi und Iaschwili für Tore sorgen. Bei St. Pauli vertraute Trainer Dietmar Demuth wieder auf die „Auswärtsformation“ mit Marcao als alleinige Spitze. Bei Ballbesitz stießen aus dem Mittelfeld immer wieder Meggle und gelegentlich auch Baris auf der rechten Seite mit nach vorne.

In der ersten Halbzeit konnte der Aufsteiger das gefürchtete Kurzpass-Spiel des SC Freiburg geschickt unterbinden. Mit hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft stemmten sich die „Kiez-Kicker“ gegen die spielerische Überlegenheit der Breisgauer. Bei eigenem Ballbesitz schalteten die Hanseaten aber schnell auf Angriff um und suchten ihrerseits den Weg zum Tor. Diese Taktik ging auch auf, Marcao köpfte nach einer Viertelstunde nach Rahn-Flanke die Führung für St. Pauli.

Freiburg tat sich gegen die massierte Abwehr von St. Pauli schwer. Zu oft wurde der Weg durch die Mitte gesucht und das Spiel über die Flügel vernachlässigt. Zudem fehlte die für das Spiel der Freiburger notwendige Laufbereitschaft. So musste eine umstrittene Elfmeterentscheidung für den Ausgleich herhalten: Zeyer kam in der 41. Minute im Laufduell mit Baris zu Fall, Schiedsrichter Fröhlich entschied auf Strafstoß. Kobiaschwili ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:1.

Der UEFA-Cup-Teilnehmer kam mit mächtig Schwung aus der Kabine und schnürte St. Pauli zu Beginn der zweiten Halbzeit in die eigene Hälfte ein. Doch Freiburg verpasste es, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Pech hatte Sellimi, als sein Kopfball in der 55. Minute von der Unterkante der Querlatte auf die Torlinie sprang und von dort zurück ins Feld.

Doch Freiburg gab das Spiel wieder aus der Hand, St. Pauli kam nach einer guten Stunde wieder zurück. Marcao hatte die Riesenchance zur erneuten Führung, doch der Brasilianer zögerte freistehend aus acht Metern vor dem Tor zu lange (65.). Freiburg wirkte in dieser Phase ungewöhnlich nervös und produzierte viele Fehler im Spielaufbau. Trotzdem ging der SC wieder in Führung. Wie aus dem Nichts spielte Zkitischwili einen Pass auf Iaschwili. Der Georgier ließ mit einem schnellen Antritt Amadou stehen und überwand Bulat mit einem Schuss ins rechte untere Toreck (74.).

Demuth reagierte sofort und nahm mit Amadou einen Verteidiger aus dem Spiel, um mit Konetzke einen zusätzlichen Stürmer zu bringen. Diese Maßnahme sollte sich auszahlen. Nach Pass des St. Pauli-Urgesteins Trulsen konnte Konetzke in der 81. Minute den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken. In der Schlussphase suchten beide Mannschaften noch die Entscheidung, wobei St. Pauli dem dritten Treffer sogar näher war als der Sportclub.

St. Pauli entführte verdient einen Punkt aus dem Dreisamstadion. Freiburg verlor Mitte der zweiten Halbzeit den Faden und stand in der Schlussphase gegen den couragierten Aufsteiger sogar am Rande einer Niederlage.

Spieler des Spiels

Holger Stanislawski Abwehr

2,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Marcao (14', Kopfball, Rahn)

1:1 Kobiashvili (40', Foulelfmeter, Linksschuss, A. Zeyer)

2:1 Iashvili (74', Linksschuss, Tskitishvili)

2:2 Konetzke (81', Rechtsschuss, Trulsen)

Freiburg

Golz 3 - Kondé 3,5, St. Müller 3,5 - A. Zeyer 3,5, Kehl 5, T. Willi 5 , Kobiashvili 3 , Tanko 2,5 , But 5 - Sellimi 3, Iashvili 2,5

St. Pauli

Bulat 3 - Stanislawski 2,5, Amadou 5 , Gibbs 3 - Deniz Baris 5 , Kientz 3, Bürger 3,5, Bajramovic 4 , Rahn 2,5 , Meggle 3 - Marcao 3,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Michael Fröhlich Berlin

2
Spielinfo

Stadion

Dreisamstadion

Zuschauer

25.000 (ausverkauft)

Analyse mit Noten folgt am Sonntagabend