Ex-Nationalspieler und Weltmeister verstorben

Fürth trauert um Herbert Erhardt

Herbert Erhardt (M.), hier beim 3:1 gegen Argentinien 1958, wurde 79 Jahre alt.

Herbert Erhardt (M.), hier beim 3:1 gegen Argentinien 1958, wurde 79 Jahre alt. picture alliance

Bei der WM 1954, die Deutschland sensationell als Weltmeister beendete, war Erhardt noch Reservespieler, bei den darauffolgenden beiden WM-Endrunden bestritt er dann aber alle zehn Partien. Sein letztes Länderspiel war der Vergleich 1963 in Zagreb gegen Jugoslawien.

Für die SpVgg Fürth absolvierte Erhardt insgesamt 800 Spiele, ehe er 1962 zu Bayern München wechselte. Nachdem die Bayern den erhofften Bundesliga-Aufstieg 1964 verfehlten, beendete Erhardt seine Karriere und kehrte nach Fürth zurück. In unmittelbarer Nähe des Fürther Stadions lebend, verfolgte er häufig die Spiele seines Vereins auf der Tribüne mit.

Die Fürther würdigten Erhardt als "generationenübergreifendes Idol", das seiner Heimatstadt und seiner SpVgg zeitlebens die Treue hielt und einen "außergewöhnlichen Sportsmann, der einen großen Teil der Geschichte des Fürther Traditionsvereins prägte". Er hinterlässt Ehefrau Karin, zwei Töchter und drei Enkelkinder.